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 Schule

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Tama
Jadén Meister
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BeitragThema: Re: Schule   Di 09 Dez 2014, 23:25

Nabiki blickte zu ihrer Freundin als diese ihr sagte, dass sie sich ebenfalls Sorgen um sie gemacht hat:"Tut mir Leid Kikki. Ich wollte niemanden Sorgen bereiten. Ich bin hier um mir Informationsquellen für den Unterricht von Herrn Katanoko zu beschaffen. Er scheint sich zur Zeit auf Grund einer dringenden Angelegenheit in einer anderen Welt zu befinden. Meine Klasse hat daher Aufgaben zur selbst Erarbeitung erhalten." Zusammen mit ihrer Fee lauschte Nabiki der Aufgabenstellung von Kikki und Nanami. Nabiki viel ein ihr unbekannter Junge bei den beiden Mädchen auf, weshalb sie sich leise an Assami wandte:"Assami, weißt du wer ist der junge Herr neben Kikki und Nanami ist?"

Assami klärte ihre Jadé über Daishi auf und erzählte ihr was während ihrer Abwesenheit passiert war.

Nabiki wusste erst nicht was sie auf Kikkis Frage, ob sie La Drana mitsuchen wollte antworten sollte. Ihre Eltern hatten sie so erzogen, dass es sich nicht für eine junge Dame schickt auf Erkundungstouren zugehen geschweige den an Mytologien glauben sollte. Leicht unsicher Blickte sie zu ihrer Fee, welche ihr ein Zeichen gab dass Nabiki Kikkis Angebot annehmen sollte. "Ich gebe euch meine Entscheidung nach dem Unterricht bekannt. Bitte gebt mir solange Bedenkzeit", antwortete Nabiki auf Kikkis Frage da sie trotz Assamis Geste innerlich zwiegespalten war.
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Ryuya
Jadén Meister
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BeitragThema: Re: Schule   Di 27 Jan 2015, 22:40



"Nabiki!", begrüßte Nanami ihre Freundin stürmisch. Auch sie blieb nicht verschont, als es um die Kundgebung ging, dass Daichi auch nach Naisho no Sekai gekommen war - natürlich nicht. Dass es so unangenehm war bemerkte sie kaum, genauso wenig wie die Tatsache, dass Assami sie längst aufgeklärt hatte - und es kümmerte sie auch recht wenig. Sie war einfach so überglücklich, dass sie es mit ihrer ganzen Umwelt teilen musste. Das würde zwar bald abklingen, aber ihr hitzköpfiger, lebensfroher Charakter würde immer weiter aufblühen. Da käme noch so Einiges auf die Anderen zu, zweifelsohne. "Ich hab mir übrigens auch Sorgen gemacht.", merkte sie zuletzt dann noch unbeholfen an, da selbst ihr in all ihrem Glück aufgefallen war, wie unangebracht es doch war, das nicht auszusprechen. Immerhin war sie wirklich besorgt gewesen. Sie sagte das nicht so daher. Dafür war sie auch viel zu ehrlich.
"Ja, dankeschön!", pflichtete sie Daichi schließlich über beide Ohren grinsend bei, als er sich bei Kira für die Fürsorge bedankte. Sie würde wohl noch immer wie ein heulender Trauerkloß rumsitzen, wäre die Glaubensjadé nicht gewesen. Cirno gegenüber hatte sie zunächst ja auch nicht als Misstrauen übrig gehabt. Aber jenes war inzwischen vollständig abgeflaut. Die Fee faszinierte sie und inzwischen unterhielten sie sich schon viel mehr miteinander. Das war insbesondere für Cirno eine große Erleichterung. Sie hatte große Angst, nie ein Band mit ihrer Jadé knüpfen zu können. Aber diese Sorge war mittlerweile in Vergessenheit geraten.

Als Kira von LaDrana berichtete leuchteten Nanamis Augen hell auf. Nicht nur Kikki war völlig überzeugt davon. Die Insel der Drachen! Wahnsinn! Sie konnte es gar nicht abwarten, nach Informationen zu suchen und diese Insel zu finden. Natürlich war sie davon überzeugt, dass sie wirklich zu finden war. Verschollen? Mythos? Dass Kira daran glaubte, dass sie nicht einfach verschwunden war, war ihr Anlass genug dafür, daran zu glauben. Cirno ging es da wenig anders, auch wenn die Vorstellung von Drachen ihr irgendwie etwas Angst machten. Waren die nicht wahnsinnig groß? Aber vielleicht war das ja auch gar nicht wörtlich gemeint...? Vielleicht gab's da ja auch gar nicht und die hieß nur so. Bestimmt!
"Was denkst du dazu, Daichi?", fragte Nanami ihn dann aufgeregt, während Kikki mit Nabiki beschäftigt war. "Das klingt wahnsinnig cool, oder?" Eigentlich ließ sie ja gar nicht zu, dass er sich dagegen äußerte. Seine Schwester würde erst ganz enttäuscht sein und dann - vermutlich gemeinsam mit Kikki - auf ihn einreden. Er hatte wahrscheinlich auch keine bessere Idee - wie auch, er kannte sich hier noch weniger aus als sie; und das wollte schon was heißen.

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Eiki
Meisterklassen Schüler
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BeitragThema: Re: Schule   Mi 28 Jan 2015, 15:37


Daichi und Shizuka hatten sich alles in ruhe angehört, kamen jedoch kaum zu Wort.
Während Daichi seiner Schwester vollkommen zustimmte das dies wirklich spannend war, und sich fragte wie echte Drachen wohl aussahen, war Shizuka etwas unsicherer. Sie fand es zwar auch sehr spannend aber etwas Angst machte ihr der Gedanke auf jeden Fall.
Daichi war sich jedoch nicht sicher ob die kleine Gruppe überhaupt eine Chance hatte etwas heruaszufinen, wo scheinbar nicht einmal die Erwachenen jemals etwas darüber herausgefunden hatten.
Des weiteren wusste der Eisschüler nicht so ganz wie er mit Nabikis Höflichkeit umgehen sollte. Also tat er es ihr gleich und stellte sich, ganz ernsthaft ohne Spott, aber dennoch ein wenig unbeholfen, überhöflich bei ihr vor. "Freut mich sehr eure bekanntschaft zu machen Milady"
Shizuka warf ihrem Jadénschüler einen irritierten Blick bei den Worten zu und schüttelte ihren Kopf, stellte sich dann aber auch bei der Zweitklässlerin vor. Wie es schien hatten Nanami und Cirno schon viele Bekanntschaften gemacht, und das in so kurzer Zeit. Doch alle schienen wirklich nett zu sein und Daichi freute sich schon sie alle besser kennen zu lernen und vor allem diese Welt besser kennen zu lernen.
Einige Unterrichtsstunden später klingelte die Schulglocke das Unterrichtsende herbei und die Kinder konnten ihren Plan, ins Café am Marktplart zu gehen, umsetzen. Sie konnten dort vielleicht sogar mit der Planung für ihre Forschungen anfangen.
[NEXT POST der Kids am Marktplatz]

[NEXT POST von Kira, Hotaru, Joshua, Mello in Mainwest]

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ZeeySaan
Jadé
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BeitragThema: Re: Schule   Di 24 Feb 2015, 16:34


Was für ein Lärm konnte man in einem leisen echo schallen hörren wenn man die Ohren spitzte, an einem nicht oft besuchten ort der bibliothek erhob sich Miguel aus einem schatten mit dem Merkwürdigen buch in der hand. Neben ihm sein dunkles abbild Black der sich schon denken konnte was er nun zu tun hatte
"Lass mich Ratten. Ich Soll das Weib von ebend Verfolgen" Lachte Black als er Ohne auf eine antwort zu warten in dem boden versank um Kira zu verfolgen und auszuspionieren. 
Miguel Sass sich kurzerhand auf den boden und Blieb dort still sitzen er wusste das Kira früher oder sp+atter wieder hier auftauchen würde



(im nächsten post wird die farbe wieder normal sein habs nur grad vermasselt xD  )
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Nero
Jadén Schüler
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BeitragThema: Re: Schule   So 08 März 2015, 15:03

Nero blickte sich langsam um, als eine rothaarige Gestalt aus seinem Schatten aufzutauchen began.
"Mhh...", dachte sich der Meisterschüler, "Da hofft man in dieser Ecke der Bibliothek seine Ruhe zu finden und schon wagt es ein Amateur durch die Schatten fremder Leute zu reisen. Sowas sollte geübt sein... ein Drittklässer sofern ich es beurteilen kann. Vielleicht etwas zu alt für seine Klassenstufe aber...oh" Nero hob eine Augenbraue als ihm endlich Flügel des Jadénschülers sowie eine Art Schattendämon ins Auge fielen. "...ich sollte keine voreiligen Schlüsse ziehen, das hier ist mit Sicherheit kein normaler Jadénschüler."
Nero wurde hellhörig, als der Junge mit seinem rätselhaften Begeiter zu sprechen began.
"Das Weib von eben verfolgen?", rätselte er, als er die beiden belauschte... "Interessant."
"Ob meine Schattentanztechnik auch bei diesem seltsamen Wesen funktioniert?"
Kaum dass Nero diese Gedanken beendete, sank er auch schon in die schattenhafte Gestalt ein, bevor diese ebenfalls im Boden verschwand.

Der geflügelte Dunkelheitsjadé setzte sich auf den Boden und hatte offenbar nichts von dem bemerkt, was soeben hinter seinem Rücken stattgefunden hatte.

Plötzlich meldete sich eine kreischende Fee zu Wort und flatterte aufgebracht umher:
"Warte Nero, wo willst du hin?! Das kannst du doch nicht machen, nicht schon wieder!!"
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ZeeySaan
Jadé
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BeitragThema: Re: Schule   So 08 März 2015, 15:52


Gerade als Miguel dachte er könnte etwas ausruhen tauchte diese Kreischende Fee auf die irgendetwas vor sich hin plapperte 
"Wer ist da?" gab Miguel von sich mit einem fragenden unterton. Eigentlich habe er gedacht hier würde er niemanden treffen, da hatte er sich wohl geirrt.
"Was suchst du an diesem Ort, Normaler weise kommen nie leute in diesen abteil der Bibliothek."     
Black der schon so gut wie verschwunden war hielt noch einmal inne und lies seinen Kopf noch einmal aus dem Boden auftauchen
Es war Black eigentlich total egal wer oder was das sein könnte aber villeicht würde es hier ja doch noch interessant werden~weshalb er noch kurz abwarten würde ehe er sich davon macht.
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Nero
Jadén Schüler
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BeitragThema: Re: Schule   So 08 März 2015, 19:38

"Also... ich", stammelte Nai und wusste in ihrer Unbeholfenheit nicht recht, was sie ohne Nero sagen sollte , bis sie einen Schatten aus dem Boden aufsteigen sah und vollkommen vergaß, was der Junge mit Schweif und Flügeln sie noch einen Moment zuvor gefragt hat.
"ich...", Nais Wangen röteten sich, als sie in das Gesicht der Schattengestalt blickte. Sie hatte dieses seltsame Gefühl im Bauch, leicht wie Schmetterlinge. War es...?
"Heey...", brachte sie nur hervor, als sie sich mit schüchternem Blick dem Schatten nährte: "Hey... sagmal bist...bist du eigentlich öfters hier...? ~♡
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ZeeySaan
Jadé
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BeitragThema: Re: Schule   So 08 März 2015, 19:59


Miguel blieb ganz still, es überraschte ihn das jemand ein Gespräch mit Black anfing. normaler weise meiden die leute Black genauso wie Miguel weshalb er einfach nicht anders konnte als stillschweigend zuzuschaun.
Black war ebenso überrascht "Redest.. redest du mit mir?" darauf erhob er neben seinem Kopf auch den rest seines körpers legte sich in einer sorglosen pose auf den boden und find an der kleinen Fee zu antworten "Also in der Jadén welt bin ich schon öfter ja" Black gab ein leises kichern von sich als er seinen satz beendete dies bezog sich darauf das es Miguel und ihm untersagt war in andere welten zureisen wodurch sie früher oder spätter wieder hier landen würden. 
Während Black der kleinen Fee antwortete ganz entgegen seinen erwartungen musterte Miguel diese. Miguel konte sich nicht daran errinern vor dieser bereits eine Fee mit Dämonen flügeln gesehn zu haben, Villeicht waren es gerade diese Flügel die sie dazu brachten mit Black zu reden. Jedoch schien Miguel an der ganzen situation etwas komisch. Es kommt selten vor das Feen sich weit von ihrem Jadén entfernen, zumindest war eine bestimmte Fee die er einst kannte so.
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ZeeySaan
Jadé
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BeitragThema: Re: Schule   Fr 13 März 2015, 16:11


In dem Büro von Madam Sekai erschien wie aus dem nichts ein Grosses Tor, aus diesem besagten Tor trat Seishin hinaus "Guten Tag Chiyoko Sekai" endgegen allen anderen sch+ulern sprach Seishin sie nicht mit madam Sekai an. Warscheinlich lag es für ihn daran das er sie jeden Monat besuchen kam, Jedoch würden sich andere Schüler sich sowas nur deswegen nicht erlauben. 
Das Tor verschwand nun hinter Seishin und man konnte sehen das Seishin auf eine reaktion von seinem gegenüber wartete ehe er weiter sprach.
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Ryuya
Jadén Meister
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BeitragThema: Re: Schule   Mi 19 Aug 2015, 00:53

Shiori streckte bereits die Hand zur Tür aus, als diese von einem gewissen Lehrer geöffnet wurde, bei dem sie ehrliche Zweifel hatte, ob es in dieser Welt - nein, in allen Welten die es gab - auch nur eine Kreatur gab, die diesen Mann auch nur annähernd ausstehen konnte. Sie verdrehte die Augen, als der Mann sie tadelte und ihren Begleiter offen verhöhnte. "Wir hatten auch nicht vor Ihre Zeit zu beanspruchen, Nikushimi-Sensei.", erwiederte sie freundlich und betrat das Lehrerzimmer, ohne den überaus freundlichen Herren eines einzigen Blickes zu würdigen. "Bitte, beachtet ihn nicht. Er vermag zwar zu unseren 'Führungskräften' zu gehören, ist aber wirklich ungehobelt... und das immer. Verzeiht sein unangebrachtes Benehmen." Sie wollte es noch nicht einmal kaschieren, dass das eine üble Laune sei oder so etwas - nein, der war einfach immer so. Trotzdem sagte sie das auch erst dann, als dieser unfreundliche Gesell außer Hörweite war.
Bedächtig klopfte Shiori am Türrahmen an, um Sorairo-Sensei nicht zu überraschen, die völlig in ihren Büchern versunken dasaß. Die Frau, die nicht viel älter war als die Weißhaarige, musste inzwischen selbst ein wandelndes Lexikon geballten Wissens sein, wenn sie auch nur einen Bruchteil von alledem aufnahm, was sie laß. "Entschuldigen Sie, Sorairo-Sensei... hätten Sie einen Augenblick für mich und unseren Gast Zeit?", fragte mit einem Lächeln auf den Lippen. Sie musste zugeben, die Frau war ihr ungemein sympatisch - unter den vielen griesgrämigen Lehrern die hier Unbehagen verbreiteten war sie wirklich eine wohltuende Abwechslung. Und so hoffte sie, dass sie sich ihr und Talis annahm; hilfreich wäre das allemal.

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Tama
Jadén Meister
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BeitragThema: Re: Schule   Mi 19 Aug 2015, 03:32

Verstehe“ gab Talis kurz auf Shioris Erklärung bezüglich des Verhalten des Lehrers zurück und betrat mit ihr das Lehrerzimmer. Sein Blick schweifte durch den Raum und blieb an einigen Büchern auf dem Tisch der sehr jungen Lehrerin hängen.


Misa schrak von ihren Büchern hoch, als sich plötzlich eine weibliche Stimme zu Wort meldete. „Ähmm....selbstverständlich. Was kann ich für euch beide tun?“ fragte sie noch leicht erschrocken und nahm dabei ihre Lesebrille ab. Unbewusst mustere Misa ihren männlichen Gegenüber leicht.


Talis wunderte sich immer mehr über diese Welt. Er hätte es nie für möglich gehalten, dass ein so junger Mensch wie Sorairo-Sensei ihm schien Bücher mit uralten Schriften lesen konnte. Talis sprach unbewusst die Worte, welche er auf einem Bild sah. Misa blickte irritiert zu dem Mann:“Du kannst diese Schriften lesen?“ Talis nickte:“Die Schrift ähnelt der meines Erdkreises.“ „Entschuldige, aber wie alt bist du? Die Schrift auf dem Foto dürfte über 10.000 Jahre alt sein“ wollte sich die junge Lehrerin nun erkunden, da sich ihren gegenüber auf ungefähr 20Jahre schätzen würde. Talis überlegte kurz:“In Ihrer Altersrechnung würde ich mich auf 30.528 Jahre schätzen. In meinem Erdkreise Regnum autem Deos wäre ich 28 Jahre.“ Bei der Altersangebe ließ Misa sich erstmal wieder in ihren Stuhl fallen. Nun wurde ihr auch erst bewusst, dass sie ihn einfach so geduzt hat weil sie ihn für einen Schüler hielt und auch seine ungewöhnliche Kleidung leuchtete ihr nun ein. 30,528 JAHRE alt, damit galt der Mann eindeutig zu der mit Abstand ältesten Person die sie jemals gesehen hatte.
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Ryuya
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BeitragThema: Re: Schule   Mi 19 Aug 2015, 05:52

Noch bevor Shiori ihr eigentliches Anliegen aussprechen konnte, zeigte Talis Eigeninitiative. Neugierig folgte Shiori dem Gespräch und das Ergebnis war... mehr als nur unerwartet. Viel mehr war es einfach unglaublich! Älter als... da musste sie erst einmal schwer schlucken... 30.000 Jahre?! Unfassbar. Der junge Mann - der er wohl nicht war - sah aus, als sei er gerade einmal 20 Jahre alt.

30.000...

Das musste sie wirklich einmal sacken lassen. Das Schweigen packte Shiori, aber auch die junge Lehrerin. Tja... sie war wohl mindestens genauso überrascht wie sie. Und 'überrascht' war dabei mehr als nur eine maßlose Untertreibung. Unschlüssig wie sie jetzt noch mit ihm umgehen sollte, betrachtete sie Talis jetzt auch einem völlig neuen Blickwinkel. So alt... Das war doch völlig unmöglich... ... Okay, war es nicht, sie wollte seine Worte nicht infrage stellen, aber... Ugh! Und er war tatsächlich derjenige gewesen, der in Ehrfurcht vor ihr auf die Knie gefallen war!
"Nunja, worauf ich eigentlich hinauswollte...", versuchte sie sich räuspernd den Faden wieder zu finden, während man ihr doch immernoch anmerkte, wie verblüfft - wenn nicht geschockt - sie eigentlich war. Na hoffentlich wirkte sie dadurch nicht respektlos... "... Talis hier ist imstande, selbstständig durch Welten zu reisen. Auf diesem Wege ist er auch hierher gekommen. Offengesagt bin ich von seinen edlen Absichten überzeugt," Und dazu wollte sein schieres Alter auch ein nicht ganz unwesentlich großes Stück betragen... "daher hatte ich mit dem Gedanken gespielt, ob es nicht möglich sei, den guten Herrn in unser Austauschprogramm einschleusen zu können. Immerhin... lassen wir dort Bewohner aus so vielen verschiedenen Welten zu, daher... dürfte das bei ihm doch eigentlich überhaupt kein Problem darstellen, oder?" Natürlich, sie beliebäugelte ihr Anliegen ein wenig, anders ging's aber wohl nicht. Aber Shiori zweifelte sowieso daran, dass die Lehrerin dem Phönix jetzt noch einen Wunsch abschlagen konnte.

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Tama
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BeitragThema: Re: Schule   Fr 21 Aug 2015, 23:58

Misa musste sich erst einmal fangen, ehe sie sich wieder voll und ganz den beiden widmen konnte. „So ihr könnt also ohne andere Hilfe durch Welten reisen. Sehr interessant“ merkte die junge Lehrerin an und notierte sich jede einzelne Information. Als die weißhaarige Frau das Austauschproramm erwähnte, begann Misa in ihrem Schreibtisch zu kramen. Irgendwo hatte sich doch einen Zettel gesehen, den ihre Vorgängerin da gelassen hatte.


Akeji kam nachdem er aufgeraucht hatte wieder ins Gebäude und betrat das Lehrerzimmer, wo Misa grade in ihrem Schreibtisch kramte. „Ordnung ist das halbe Leben und macht vieles einfacher. Vielleicht solltest du dir das mal zu Herzen nehmen“ meinte er in seiner gewohnt herablassenden Art. Akeji setzte sich an seinem Platz und nahm die neue Ausgabe einer politischen Zeitung in die Hand.

„Ich habe Ihnen schon einmal gesagt, dass es Sie heißt und nicht du“ mahnte Misa ihren Kollegen an. Nach einiger Zeit fand sie schließlich den Zettel. „Setzt euch ruhig“ bat Misa den beiden zwei freie Stühle an und fuhr fort:“ Ich weiß nicht ganz, ob ihr für das Austauschprogramm schon zu alt seit. Die meisten Schüler dieser Schule verlassen uns im Altern von 21Jahren. Selbst wenn wir mit Euerm menschlichen Alter rechnen, dann wärt Ihr immer noch 7Jahre älter als unsere Absolventen.“

Talis nahm die Einladung an und setzte sich auf einen freien Stuhl hin, jedoch verstand er nicht so ganz wieso er zu alt seie um hier etwas zu lernen.

„28 ist definitiv zu alt. Kein vernünftiger Lehrer würde den Typen in eins der Klassenzimmer zu den Kindern stecken. Katanoko würde es vielleicht machen, aber das der noch Lehrer ist wundert mich schon sehr“ meldete sich Akeji ungefragt zu Wort.

So leid es Misa auch tat, aber in dem ersten Punkt hatte ihr Kollege schon irgendwie recht. Einen Mann, der äußerlich wie 28 wirkte aber vom Geist her 30.528 Jahre alt war könnte man nicht einfach in eine Klasse mit normalen Schülern stecken. Das Formular gab zwar keine Altersbeschränkung an, aber moralisch fand sie es schon etwas fragwürdig.


„Werter Herr. Gäbe es eine Möglichkeit für mich in dieser Welt zu verweilen und Ihre Gepflogenheiten zu erlernen?“ fragte Talis den unhöflichen Lehrer.

Akeji legte seine Zeitung weg und musterte den Mann. „Name, Herkunft, genaues Geburtsdatum bisherige Erfahrungen?“ verlangte er in einem schoren Ton.

„Talis autem legitimam regens Phoenix, Nova aus Regnum autem Deos, mein genaues Alter beträgt 30.528 Jahre. Bisherige Erfahrungen konnte ich im Erdkreis der Menschen durch meine Freunde Julius und Alexander erlangen, des weiteren lehrte ich meine jüngeren Geschwister und ein paar andere Kinder meines Erdkreises im Umgang mit fremden Kulturen, Sprachen und der menschlichen Verwandlung“ antwortete Talis auf die Fragen,


Akeji wurde nun noch aggressiver als sonst:“ Ihr wollt EUCH als Gott bezeichnen? Wie könnt ihr es wagen! Mir ist es egal ob ihr ein Phönix seid oder nicht, aber den Namen Gottes wird nur einer Person gebührend!“ Da war es, das zweite Thema wodurch man Akeji richtig auf die Palme bringen konnte....erwähnen dass es neben Gott noch andere Götter gebe. Eine solche Aussage brachte ihn genau so in Rage als würde man die in der Jadénwelt vorhandene Monarchie für Gut heißen.

„Ist ja schon gut. Der Mann wollte sicherlich NICHT Ihren Gott damit anfeinden“ versuchte Misa Akeji zu beruhigen, hatte aber eher weniger Glück dabei. Auch wenn es ihr nicht gefiel, aber nun musste sie in ihre dunkle Trickkiste greifen:“Wenn sie sich nicht sofort beruhigen und still sind, dann werde ich Madame Sekai darüber berichten von wem die Kippen im Schülerhof wirklich stammen!“ Eigentlich hatte sie nicht damit gerechnet, aber ihr Kollege wurde ruhiger und wandte sich von den drein ab. Erleichtert seufzte Misa und wandte sich wieder zu ihren Besuchern:“ Auch wenn ich denke, dass Ihr damit bestimmt nicht glücklich sein würdet, werde ich den Antrag auf das Austauschprogramm für euch ausfüllen. Sollten Madame Sekai oder Madame Naisho jedoch ähnliche Bedenken äußern, so würde dieser Antrag nicht bewilligt werden. Für eine Person in Eurem Alter sähe ich eine Stelle aus Referendar eher als angebracht. In dem Fall würdet Ihr eine andere Lehrkraft in den Unterricht begleiten oder hin und wieder selbst unterrichten.“
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Ryuya
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BeitragThema: Re: Schule   Sa 22 Aug 2015, 06:03

Shiori zeigte sich geduldig, als die junge Lehrerin zu wühlen begann. Was blieb ihr auch sonst übrig. Es machte ihr wenig aus, sich die Beine in den Bauch zu stehen, wenn sie daran dachte, dass Sorairo-Sensei praktisch schon dabei war, etwas für Talis einzufädeln. Wenngleich sich wieder zeigte, dass Geduld nicht gerade ihre Stärke war. Ihre Gedanken schweiften vom aktuellen Geschehen ab und landeten bei Seishin. Wo der gutaussehende junge Mann sich wohl gerade herumtrieb, der ihr offenes Interesse so leicht wecken konnte? Sie wollte ihn wiedersehen - und das bald. Aber sie würde warten, bis der Jadé auf sie zukam. Shiori beabsichtigte sich rar zu machen. Gleichzeitig vermied sie dadurch, ihn zu bedrängen - so schlug sie zwei Fliegen mit einer Klappe. So kehrte die Weißhaarige erst dann wieder ins Hier und Jetzt zurück, als die Lehrerin ihnen beiden anbat, sich zu setzen. Das Mädchen nahm dieses Angebot ihrerseits dankend an.
Sie überschlug die Beine, als sie der Erläuterung lauschte, warum das Austauschprogramm nicht die ideale Lösung sei. Tja, auch ihr leuchtete das ein, aber... was dann? Es brachte Talis nicht viel, unbehelligt und ziellos durch diese doch so winzige Welt zu schwirren. Dachte sie zumindest. Bestimmt konnte er hier auch so Dinge lernen und Neues sehen, aber es musste doch eine andere Lösung geben. Andererseits war ihr natürlich klar, dass niemand darauf vorbereitet war, dass es Andere gibt, die zur Weltenreise imstande sind und dann - von allen Orten - an einem unscheinbaren Ort wie diesem landeten. Wenngleich die schiere Menge an Energie die diesen Ort umgab fast mit Händen greifbar war. Shiori erinnerte sich gut, wie... leer sie sich gefühlt hatte, als sie letztes Mal auf die Erde zurückgekehrt war. Dort gab es keine Magie, das Energielevel dort war so schwach, dass sie - selbst wenn sie wollte - ihre Elementfertigkeiten hätte nicht nutzen können. So, oder zumindest so ähnlich, hatte sie sich schon an vielen Orten gefühlt. Die Jadénwelt hingegen war wie ein funkelndes Juwel, dessen Leuchten die Weißhaarige immer wieder hierhin zurückführte.
Erneut gedankenverloren grübelte sie darüber nach, welche Optionen es noch gab, durch die Talis das Maximum an Möglichkeiten ausschöpfen konnte. Dann, nachdem der Phönix sich in aller Ausführlichkeit vorgestellt hatte - und Shiori abermals nicht verstand, von welchem Julius und Alexander da die Rede war - sah sie dem ungehobelten Lehrer förmlich an, wie es in ihm zu brodeln begann. Wenigstens hatte er noch so viel Anstand, ihren Gast aussprechen zu lassen. Umso ungehaltener waren seine Worte - doch Talis war ruhig wie eh und je. Die Schülerin war kurz davor, selbst einzuschreiten, als Sorairo-Sensei das für sie übernahm. Shiori war durchaus beeindruckt. Dieses Durchsetzungsvermögen zeigte sie Schülern gegenüber nicht - und es war das erste Mal dass die Jadé sah, dass die Frau vor ihr ein wirklich stabiles Rückgrad besaß. Das handelte ihr reichlich Pluspunkte ein.
Als die junge Frau schließlich den - für sie - bahnbrechenden Vorschlag machte, erhellten sich Shioris Züge wieder deutlich. Ein Referendar! Sie sah es praktisch direkt vor sich. Mit Gewissheit gab es eine Menge Dinge, die er den Schülern beibringen konnte. Immerhin besaß er eine unglaubliche Bandbreite an Erfahrung, die er in den letzten... ja, 30.000 Jahren sammeln konnte. Sie konnte das immernoch nicht fassen...
"Also ich finde - wenn Ihr mir das anzumerken erlaubt - dass das eine hervorragende Idee ist.", stellte die hübsche Luft-Jadé promt fest. "Haben Sie da eventuell schon einen bestimmten Lehrer im Sinn, Sorairo-Sensei?", hakte sie dann neugierig nach. Je nachdem wem die Ehre zuteil wurde, einen Phönix als Begleitung zu wissen... würde sie diesen Unterricht vielleicht sogar hin und wieder mal besuchen. Sie wob ihre Gedanken um diese Vorstellung herum, als sei es bereits beschlossene Sache. Dabei hatte sich bisher weder Talis dazu geäußert - noch hatte Madam Sekai ihr OK dafür gegeben. Sie wusste bisher ja noch nicht einmal von dem Phönix. Und doch stand für sie fest, dass sie dem wissbegierigen Weltenbummler keine Steine in den Weg legen würde.

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Tama
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BeitragThema: Re: Schule   Di 25 Aug 2015, 13:40

Während Talis still überlegte worum es sich bei diesem Referendar handeln könnte, grübelte Misa über einen passenden Lehrer nach. „Sensai Katanoko würde sich mit Sicherheit freuen jemanden wie Euch kennen lernen zu dürfen. Er unterrichtet die Fächer Welternreisen und den Schwertkampf. Leider ist er gestern in eine andere Welt aufgebrochen um dort bei einem größerem Problem auszuhelfen“ erklärte sie und überlegte weiter. Akji wollte sie Ihm auf keinen Fall aufs Auge drücken und ihre anderen Kollegen kannte sie bisher nur flüchtig. Sie seufzte innerlich. „Ich würde Euch ja selbst zur Hand nehmen, aber ich weiß nicht ob das wirklich sinnvoll wäre. Meine Hauptfächer haben alle mit Wasser zu tun und ich weiß nicht wie weit Ihr Euch in Biologie und Chemie auskennt.“ Misa fand das ganze sehr schwer einzuschätzen.

Verzeiht, aber die Begriffe Biologie und Chemie sind mir noch nicht untergekommen. Wäret Ihr so freundlich und könntet sie mir erläutern?“ bat Talis, da er wirklich noch nie von den Begriffen gehört hatte.

Biologie ist die Kunde von Tieren, Pflanzen, dem menschlichem Körper, Mikroorganismen und Mikroben. Chemie ist die Kunde von chemischen Elementen und deren Zusammensetzung und Aufbau“ erklärte sie dem Phönix.

„Verstehe. Vielen Dank, Verehrteste“ bedankte sich Talis für die Erklärung und fuhr fort:“ Wecher Art von Natur sind Eure Bedenken bezüglich dem Zusammenhang mit Wasser?“

Nunja, Ihr seit ein Phönix und habt daher mit Feuer zu tun. Ich weiß nicht in wie weit Ihr den Kontakt mit Wasser mögt oder diesen vertragt“ erläuterte sie ihre Bedänken.

Talis lächelte charmant und freundlich:“In meinem Erdkreis bin ich viele Male in unseren Gewässern geschwommen, auch unterhalb der Wasseroberfläche.“

Misa horchte erstaunt auf. Dieser Mann erstaunte sie immer wieder und wurde zugleich immer rätselhafter. Noch nie hatte sie von einem Feuerwesen gehört, welches schwimmt und taucht und das scheinbar sogar freiwillig. „Wenn dem so ist und Ihr nichts dagegen habt, dann könntet Ihr mich für den Anfang in den Unterricht begleiten. Sobald Sensei Katanoko wieder da ist, hättet Ihr eine weitere Lehrkraft die Ihr begleiten könntet“ irgendwie hielt Misa es für den jetzigen Zeitpunkt für die beste Idee, wenn der Phönix sie begleiten würde. Sie war bereits ein wenig mit ihm vertraut und so könnte er sich nach und nach von alleine mit den anderen Lehrern vertraut machen.

Es wäre mir eine Ehre und Freude Euch begleiten zu dürfen, meine Dame“ antwortete Talis freudig und mit einem lodernden Brennen in seinen Augen.

Akeji, der sich nach Misas Drohung eher im Hintergrund hielt, stand auf und ging zu Misas Tisch herüber. Er legte ihr einen Zettel auf den Tisch und meldete sich zu Wort:“Füll den Zettel mit seinen Daten aus und unterschrieb den Wisch. Wenn du fertig bist, leg ihn einfach in die Ablage für Madam Sekai. Der Antrag wird dann heute Abend abgeholt. Und verpasst dem Typen ein paar neue Kleidungsstücke. So kann er hier nicht rum rennen.“ Auch wen Akeji es dieses Mal wirklich nett meinte, wirkte es nur beiläufig da er eher mit seinem Handy zugange war als Misa auch nur eines Blickes zu würdigen, zudem behielt er seine standardmäßige genervte und unterschwellig leicht aggressiv klingende Tonlage bei.

Misa gab ihrem Kollegen recht. Sie würde ja gerne selbst dem Phönix helfen neue Kleidung zu besorgen, doch nahte ihre nächste Unterrichtsstunde. Sie füllte den Bogen mit seinen Daten aus uns legte ihn wie von Akeji gesagt in die Ablage von Madam Sekei. Zwei Unterschriften befanden sich schon Mal auf dem Schreiben, Akejis und ihre eigene, was gut ist denn so waren schon  zwei Lehrer für ein Referendariat des Phönixes. Des weiteren hatte Misa noch Sensei Katanokos Namen als dritte Lehrkraft in dem Antrag erwähnt. Misa wandte sich nun an das junge, weißhaarige Mädchen:“Könntest du mit dem jungen Mann zur Schülerbekleidungsstelle oder in ein paar Läden gehen um neue Kleidung für Ihn zu finden? Ich würde es gerne selbst machen, aber mein Unterricht fängt gleich wieder an. Die Kosten könnt ihr erst einmal auf meinen Namen anschreiben lassen.“
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Ryuya
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BeitragThema: Re: Schule   Di 25 Aug 2015, 19:43

Tatsächlich war Katanoko die erste Lehrkraft gewesen, die Shiori in den Sinn gekommen war. Der Mann war ihr ein ausgesprochen guter Lehrmeister im Schwertkampf gegewesen - und suchte sie einen Gegner im Übungskampf, so enttäuschte er sie nie. Ein bisschen enttäuscht war sie schon, als sie erfuhr, dass sie einen ihrer Lieblingslehrer so knapp verpasst hatte. Aber die Hoffnung starb zuletzt; vielleicht kam er ja auch schon bald wieder zurück. Auch wenn sie's kategorisch eigentlich schon ausgeschlossen hatte. Denn eigentlich wollte sie nicht mehr zu lange bleiben, immerhin hatte Seishin ihr angeboten, ihn zu begleiten. Wer konnte schon sagen, wann sie ihn wiedersah, wenn sie sein Angebot ablehnte? Andererseits fühlte sie sich im Augenblick auch ein wenig verantwortlich für Talis - würde der Ghost-Jadé in diesem Augenblick vor ihr stehen, könnte sie nicht anders, als ihn um ein wenig Geduld zu bitten. Nicht zu glauben, dass sie eigentlich zurückgekommen war um die Beine hochzulegen und etwas Energie zu tanken.
Sie lauschte den Erläuterungen Sorairo-Senseis beläufig, war letztlich aber genauso überrascht wie sie, als sie hörte, dass Talis absolut keine Probleme mit Wasser zu haben schien. Irgendwie hatte sie das für eine der größten Schwächen eines Phönix - eines Wesen des Feuers - gehalten. So leicht konnte man sich irren... Auch in Nikushimi hatte sie sich getäuscht. Der Mann taugte ja doch zu etwas, wenn man nur die nötigen Zügel in der Hand hielt. Dass er auf dem Formular sogar unterschrieben hatte, überraschte sie jedoch. Ganz nach Schema "Aus den Augen, aus dem Sinn." und doch... hilfreich war's auf jeden Fall. Ein zynisches "Vielen herzlichen Dank." verkniff die Jadé sich allerdings. Er würde Sorairo-Sensei den Wisch wieder den Händen entreißen, zusammenknüllen und im nächstbesten Papierkorb entsorgen, wenn sie sich erdreistete, ihn zu reizen. Deswegen äußerte sie sich auch nicht dazu, als er sich mal wieder negativ zu Talis Aussehen äußerte. Tatsächlich zweifelte Shiori sogar daran, dass er weniger Aufmerksamkeit erregte, nur weil er neue Kleidung trug. Die Aura die ihn umgab war einfach zu stark. Nicht alarmierend, aber unglaublich mächtig. Es war praktisch unmöglich, nicht auf ihn aufmerksam zu werden.
"Sicher doch.", gab sie dann aber doch nach, als Misa sie darum bat. Wenngleich "junger Mann" wahrscheinlich immernoch nicht der angebrachte Ausdruck war. Was wäre sie nicht sogar dazu geneigt, sich auch selbst das ein oder andere Teil zu gönnen, wenn sie auf Rechnung eines Anderen einkaufen konnte. Aber... nein, so viel Anstand hatte sie doch noch, das nur irgendwann mal bei Seishin zu machen - hoffentlich. Tatsächlich hatte sie schon eine etwaige Vorstellung, wohin sie Talis entführen würde. Das würde in erster Linie zwar Sorairo-Sensei ein wenig kosten - letztlich aber bloß die Schule. Und so locker musste die Geldbörse dann doch schon sitzen, einem Referendar seines Kalibers eine angemessene Garderobe zu finanzieren zu können.
"Also gut." Mit diesen Worten erhob sie sich aus ihrem Stuhl und streckte sich kurz. Die ganze Prozedur hatte schon länger gedauert als es ihr lieb gewesen war. "Talis, habt Ihr noch irgendwelche Fragen?", ging sie sicher, bevor sie ihn sprichwörtlich an der Hand nahm und wieder zum Marktplatz zerrte. Wenngleich sie hoffte, dass dem nicht so war. Je eher sie nicht mehr dieselbe Luft wie dieser haarsträubend unzivilisierte Lehrer atmen musste, desto besser. Und als wäre er als Mensch noch nicht abstoßend genug, nein, so klebte an ihm in einer unerträglichen Konsequenz der Gestank vom Rauch und Qualm. Eww.

(Winziger Zeitsprung, damit du in deinem nächsten Post nicht festklebst.)
Endlich wieder draußen angekommen streckte sich Shiori erst einmal ausgiebig aus, tief ein- und wieder ausatmend. Frischluft! Welch sagenhafte Erfindung! Danach machten sie sich umgehend wieder auf dem Weg zum Marktplatz, der für sie zumindest das Herzstück der Jadénwelt darstellte. Dort spielte sich einfach alles ab - mal abgesehen von der Ausbildung der Jadén an der Schule. Zielstrebig steuerte sie eine ganz bestimmte Boutique an. Das Angebot war reichhaltig, für jeden Charakter dieser Welt etwas vorhanden. Allerdings nicht für jede Geldbörse. Gut, dass das in diesem Fall nicht ihre war. Wenngleich sie sich letztlich ja doch nicht zusammenreißen können wird, wenigstens ein kleines neues Accessoir in ihre Sammlung aufzunehmen... Hihi.
"Da wären wir.", präsentierte sie stolz einen ihrer absoluten Lieblingsläden dieser Welt mit einer ausschweifenden, ein kleinwenig überdramatischen Armbewegung. Sie führte ihn herein und beim Klang der Glocke an der Eingangstür war das einkaufswütige Tier in ihr geweckt. So viel zur Beherrschung.
"Ahem.", räusperte sich Kagami, wissend, ganz genau wissend, was dieses Blitzen in Shioris Augen zu bedeuten hatte, das sie nicht gesehen hatte, aber wusste, dass es da gewesen war. Ein leises Seufzen war die Antwort. Viel Geld hatte sie im Augenblick sowieso nicht dabei - zumindest keine Taler. Auch das war Kagami natürlich bewusst. Sie war wie Shioris Gewissen - oft schweigsam, fast unsichtbar, aber immer dann aufmerksam, wenn sie es sein musste. Und von Shioris Einkaufsräuschen hatte sie inzwischen schon zu viele erlebt. Viel zu viele.
Ein bisschen verlegen wandte sich Shiori wieder Talis zu, als sie inmitten der geräumigen Boutique standen. "Nun... Schaut Euch ruhig etwas um. Wenn Euch etwas zusagt, macht Euch keine Gedanken des Preises wegen - das geht schon in Ordnung. Solltet Ihr Euch nicht recht entscheiden können, stehe ich Euch sehr gern beratend zur Verfügung." Tatsächlich hatte Shiori sich schon ein kleines Bild davon gemacht, was Talis ausgezeichnet stehen könnte. Er war ein gutaussehender Mann, den sie sich in eigentlich jeder Art von Kleidungsstil vorstellen konnte. Wenngleich etwas Elegantes natürlich Pflicht war. Kein Anzug, das war zu gezwungen. Mit den Gedanken abweichend, ob der Phönix wohl auch den Tanz beherrschte, grübelte sie weiter darüber nach, was ihr an ihm wohl so gefallen würde. Aber letztlich war es dann doch einzig und allein seine Wahl.

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BeitragThema: Re: Schule   Di 25 Aug 2015, 21:40

Talis, welcher keine weiteren Fragen hatte, folgte Shiori bis zum Marktplatz. Vor dem Geschäft schaute er sich noch ein klein wenig um und entdeckte einige Blicke, die scheinbar ihm galten. Wie ungewohnt das alles für ihn war. In seiner Heimat kannte ihn jeder, doch gingen ihm die meisten aus dem Weg. Es war schon fast Tradition sich nicht mit den anderen Geschlechtern abzugeben, man blieb immer unter seines gleichen. In dem Geschäft wurde er zunächst von der reichlichen Auswahl grade zu umgehauen. Auch hier war alles anders als in seiner Heimat, man hatte jemanden der nähen oder schmieden konnte und ließ sich alles anfertigen. So in etwa war es auch auf der Erde bei seinen Freunden Alexander und Julius gewesen. „Ich werde auf Euch zurück kommen, Verehrteste“ bedankte sich Talis bei seiner jungen Begleitung. In aller Ruhe verschaffte sich der junge Phönix einen ersten Überblick über die angebotene Kleidung. Dabei nahm er hier und da mal ein Teil in die Hand um sich den Schnitt und den Stoff anzusehen. Im Hinterkopf behielt er die ganze Zeit einen schlechten Gedanken. Talis war es sehr unangenehm, dass jemand für ihn zahlen würde daher schaute er nach Kleidungsstücken die in seiner Welt in der untersten Preisklasse wären. Ein paar Hosen und Hemden fielen ihm ins Auge. Da er die Größen der Kleidungsstücke nicht kannte, versuchte er diese nach Augenmaß abzuschätzen. Die Verkäufer schienen ihm hin und wieder neugierige Blicke zu würdigen, weshalb es für ihn unangenehm gewesen wäre diese um Rat zu fragen. Nach einer Weile hatte er neben den Hosen und Hemden noch ein paar andere, für ihn komisch geschnittene Kleidungsstücke, gefunden....T-Shirts. In der Damenabteilung, fiel Talis ein wunderschönes Kleid ins Auge, welches perfekt zu seiner jüngsten Schwester passen würde. Nun selbst neugierig sprach er einen der Verkäufer an um sich zu erkundigen wie viel Gold in dieser Welt wert ist. Kurz darauf ging er zu Shiori herüber. “Haben Sie bereits etwas adrettes gefunden?“ erkundigte er sich und hielt dabei einen Stapel an Kleidungsstücken über den Arm.
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Ryuya
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BeitragThema: Re: Schule   Do 27 Aug 2015, 03:17

Selbstverständlich gab es auch in der Jadénwelt Schneidereien, die jeden Traum eines Kleides Wirklichkeit werden ließen. Allerdings... nunja, zügelte sich sogar Shiori dort ein wenig. Ein einziges maßgeschneidertes Kleid besaß sie: Ein weißes wunderschönes, wallendes Abendkleid mit anmutig schwarzen Verzierungen. Ein wahrer Traum von einem Kleid, das sie allerdings nur zu ganz besonderen Anlässen trug. Reizvoll hatte es sich das letzte Mal um ihren wohlgeformten Körper geschmiegt, als sie der Hochzeit ihrer einstmals besten Freundin beiwohnte. Was hatten sie in dieser Nacht gelacht, getanzt und gefeiert. Und wie ihr am darauffolgenden Tag die Füße schmerzten und der Kopf dröhnte... Ja, sie erinnerte sich so gut an diese Nacht, als sei es gestern gewesen. Zu blöd nur, dass sie mit besagtem Mädchen nicht mehr befreundet war. Sie hatten sich auseinandergelebt, schon als Shiori in die Jadénwelt kam. Den Kontakt zu den Menschen zu halten, an denen etwas lag, nachdem man Jadé wurde und von jetzt auf gleich Träger von diesen und jenen Pflichten und Aufgaben wurde... kaum machbar. War wohl ihre Schuld, so 'ne Brieffreundschaft lag ihr einfach nicht. Traurig war's dennoch, wenn sie mal darüber nachdachte.

Was hatte sie nicht viele Freunde in den letzten Jahren gefunden und wieder verloren? Sowas war wohl alles nicht für die Ewigkeit.

"Ich bitte darum.", betonte sie noch einmal warm lächelnd, ehe sie sich selbst doch etwas im Meer der Auswahl treiben ließ. Hin und wieder sah sie zu Talis zurück, doch eigentlich schien er sich gut zurechtzufinden. Wenngleich er sich zwischendurch in die Damenabteilung lief und die etwas freizügigere Damenmode argwöhnisch betrachtete. Angesichts seines Alters und der Kulturen, die er bisher kennengelernt hatte, musste das einen richtigen Kulturschock darstellen. Schelmisch lächelnd sah sich die Weißhaarige noch etwas länger um, ehe sich der Verkäufer behilflich zu machen versuchte.
"Tatsächlich denke ich... ich weiß, wonach mir heute der Sinn steht." Sie streckte ihre Hand nach einem einzelnen Ohrring aus, filigran gearbeitet, in Form eines Notenschlüssels. Bei näherer Betrachtung stellte sie fest, dass das feingearbeitete Schmuckstück nicht etwa aus Stahl bestand, sondern kunstvoll aus einem einzigen, funkelnden Edelstein gefertigt wurde. Bezaubert von seiner Schönheit stand für die Weißhaarige spätestens jetzt fest, doch nicht ganz ohne Mitbringsel den Laden ihrer Wahl zu verlassen.
"Der soll es sein.", verkündete sie dem freundlichen Mitarbeiter freudenstrahlend, völlig ungeachtet des Preises. Sie zweifelte nicht daran, ihn ihr Eigen nennen zu dürfen, sobald sie das Geschäft verließ - aber daran, dass danach noch viel von ihrem Geld übrig war. Kagami, die leider wusste, dass jeder Einwand jetzt zwecklos war, blieb nichts als ein hohles Seufzen. Sie hatte tatsächlich auf den Preis geachtet, doch da er niedriger war als der Inhalt der Geldbörse ihrer Jadé... hoffnungslos. Bei diesem Mädchen war einfach Hopfen und Malz verloren. Ihr hart erarbeitetes Geld schmiss sie für Dinge raus, die sie nur einmal trug und dann nie wieder. Heute Abend würde sie ihr neues Lieblingsstück in die Schatulle zu all den anderen Sachen legen und morgens nie mehr die Energie finden, ihn wieder anzulegen. Es war immer dasselbe.
Mit verlorener Hoffnung an das Mädchen - wo auch immer sie sie überhaupt wiedergefunden hat - schwirrte die Fee lieber zu Talis herüber, dem sie einen rationaleren Verstand zutraute. Völlig abgelenkt von all den schönen Dingen hier hatte Shiori wahrscheinlich sowieso längst vergessen, dass ihr Gast auch immernoch hier war.
"Findet Ihr Euch zurecht, Talis? Oder kann ich Euch bei etwas behilflich sein?", fragte die Fee höflich nach. Natürlich war auch ihr nicht entgangen, wie sehr sie sich doch alle im Alter des Phönix geirrt hatten - aber genau das war er eben, ein Phönix. Zumindest war er das in menschlicher Form - ob er die eines Feuervogels besaß, vermochte Kagami nicht zu sagen. Sie nahm das wesentlich gelassener, als das bei ihrer Jadé und der Lehrerin der Fall gewesen war. Sowieso sah es ihr nicht ähnlich, dass sie jemals etwas schockte. Mit Ausnahme von Yami, aber dieses... Etwas... mal außenvor. Andererseits sah es ihr ebenso wenig ähnlich, sich um überhaupt etwas zu kümmern, außer um sich selbst oder um Shiori von offensichtlichen Fehlentscheidungen abzuhalten, die doch jeder Blinde außer ihr sofort sehen würde. Die Fee war viel mehr stets der stille Beobachter, doch Talis nahm sie sich an.

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BeitragThema: Re: Schule   Do 27 Aug 2015, 23:03

Talis nickte Kagami zufrieden zu. Er hatte tatsächlich einige schöne und qualitativ hochwertige Kleidungsstücke gefunden. Tatsächlich hatte er sogar etwas für seine beiden jüngeren Schwestern gefunden, wodurch sie in seinem Kleiderstapel auch ein Kleid, sowie eine Frauenhose und ein Frauenoberteil befanden. „Wie es mir scheint hat Eure werte Dame ebenfalls etwas adrettes gefunden“ sprach er wie gewohnt freundlich aus. Neben bei begab Talis sich zu den Umkleidekabinen, zumindest nannten die Verkäufer den Teil des Geschäftes so wo man die Kleidungsstücke anprobieren konnte. In der noch offenen Umkleidekabine hing er die Sachen für seine Schwestern an einen Kleiderhaken, wobei er es sich nicht verkneifen konnte das Kleid kurz an sich zuhalten um zusehen ob die Farben seiner jüngsten Schwester stehen würden. Freudig lächelte er in den Spielgel mit dem für ihn viel zu kurzem Kleid vor seiner Brust. Die Kleidung, welche für ihn gedacht war, hatte er auf eine Ablage gelegt. Talis schaute sich noch einmal um und erblickte einen anderen Kunden, welcher in eine der Kabinen ging und dessen Vorhang zuzog. Talis tat dessen gleich, auch wenn er nicht genau wusste weshalb der Mann dieses tat. Zuhause zogen sich alle Männer meist in einem gemeinsamen Raum um. Behutsam öffnete der Phönix sein Gewand und legte dieses neben die neuen Kleidungsstücke auf die Ablage. Seine Hose folgte kurz darauf. Als erstes probierte Talis eine weiße Hose und ein rotes Oberteil an, welches ihm beides von einer netten Dame des Ladens empfohlen worden war. Der Blick in den Spiegel reichte dem jungen Phönix nicht aus um sich ganz betrachten zu können, weshalb er die Kabine verließ um sich außerhalb in einem größerem Spiegel betrachten zu können. Skeptisch musterte er sein eigenes Spiegelbild. „Was haltet Ihr hiervon Miss?“ fragte er die kleine Fee, da er sich selbst unsicher war. Rot war in seiner Phönixgestallt seine Hauptfarbe, doch bei Kleidungsstücken mied er diese Farbe immer und hielt sich eher an Weiß-,Grau-, Blau-, Braun oder Violettöne.
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BeitragThema: Re: Schule   Fr 28 Aug 2015, 16:32

Kagami war froh, dass Talis etwas Angemessenes gefunden hatte, seufzte aber, als er auf Shioris Fund hinwies. "Das stimmt allerdings. Aber sie würde diesen ganzen Laden kaufen, wenn sie denn könnte.", merkte sie an, sichtlich unzufrieden über diese Eigenschaft. Die Fee ließ den Phönix ziehen, als er sich in eine der Umkleiden zurückzog. Was nicht hieß, dass sie nicht sah, wie er sich selbst das Kleid vorhielt. Einen Moment hielt sie inne und dachte darüber nach, ob es klug sei, ihn darauf hinzuweisen, dass das in dieser Welt zumindest nicht zur Männergardarobe zählte und er sich damit noch viel mehr Blicke einhandeln würde als er's so schon tat. Aber sie ließ es bleiben. Sie hatte ja keine Ahnung, dass er da sowieso nur an seine Schwester dachte.
Als sich der Vorhang wieder öffnete war Kagami fast ein wenig enttäuscht, dass er nicht das Kleid trug. Sie konnte sich ein leises Kichern nicht verkneifen, unterdrückte es aber sofort wieder. Es lag ihr fern, unhöflich auf ihren Gegenüber zu wirken. Als er sich nach der Meinung der Fee erkundigte, musterte sie ihn einmal von oben nach unten. Die helle Hose vermochte ihr zu gefallen, wegen der Farbe des Oberteils war sie im wirklichen Zwiespalt. Es sah nicht schlecht aus, beim besten Willen nicht. Aber... irgendwie wollte ihr das einfach nicht zusagen.
"Hmmm...", begann sie nachdenklich, noch etwas unschlüssig, wie sie das formulieren sollte. Dann schüttelte sie den Kopf über sich selbst. Was half es denn, um den heißen Brei herumzureden? "Ich finde, Ihr solltet Euch noch etwas weiter umschauen. Wenn ihr erlaubt - ich meine zu behaupten, andere Farben stünden Euch besser." Sie wollte ihn und seine Auswahl keineswegs kritisieren, bloß eine ehrliche Meinung abgeben, nach der er genau genommen ja auch gefragt hatte. Und hätte er selbst weniger skeptisch ausgesehen, dann hätte sie wahrscheinlich einfach gesagt, dass es gut aussah. Aber sie ging nicht davon aus, dass Talis sich so leicht kränken ließ und jetzt davon ausging, dass Kagami ihn seiner Wahl wegen mit Lob überschüttete.

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BeitragThema: Re: Schule   Fr 28 Aug 2015, 23:37

Irgendwie war Talis erleichtert, dass Kagami ihm mit der Farbe zustimmte. Jedoch schien es der Verkäuferin nicht besonders zugefallen, dass beide die von ihr ausgesuchte Farbe ablehnten. Talis knüpfte das Hemd auf und gab es der Verkäuferin mit der Bitte es in einer anderen Farbe raus zu suchen zurück. Dass er nun oben ohne im Geschäft stand, machte dem Phönix nichts aus. Was sollte es auch besonderes zusehen geben außer seinen Oberkörper und einem roten Kristall mit weißen Federn als Halskette. Ohne sich weitere Gedanken zu machen, ging er in die offene Kabine und zog  dieses Mal ein cremefarbenes Hemd hervor, welches er sofort an zog. Irgendwie schien diesen den weiblichen Verkäuferinnen nicht sonderlich zupassen. Erneut stellte er sich vor den Spiegel und war zufriedener als zuvor. „Kagami, Ihr könnt mich Talis nennen. Ich lege keinen Wert auf Förmlichkeiten seits meiner Person“ bot Talis Kagami das Du an, was er auch bei Shiori getan hätte wäre sie in Hörweite und nicht auf den Kristall fixiert gewesen. Die Verkäuferin brachte Talis das gewünschte Hemd dieses Mal in einem kräftigen Fliederton. Da das Hemd generell passte, hielt sich der junge Phönix es nur vor seinen Oberkörper um nach der Farbe zusehen, gleichzeitig bat er die Verkäuferin die Frauenbekleidung bereits zu verpacken. Nach einer Weile hatte er fünf neue Hosen und zehn neue Hemden und Shirts gefunden. An der Kasse, auch dieses Wort war ihm vollkommen neu, bezahlte er die gesamte Rechnung mit einigen Stücken Gold welche er noch aus seiner Heimat besaß. Talis käme es nie in den Sinn seine Kleidung von jemand anderem bezahlen zulassen, auch wenn diese Person die Rechnung erstattet bekäme. Mit den vollen Tüten in der Hand ging er auf Shiori zu. „Ich wäre soweit werte Dame“ verkündete er charmant. Aus dem Fenster heraus erblickte er einen Stand mit zahlreichen Früchten, Gemüsesorten und direkt daneben auch Fleisch und Fisch sowie Gewürze. Zu seiner Verwunderung kamen ihn die meisten Zutaten, sofern er sie denn sehen konnte, sehr bekannt vor.


Misa eilte nach dem Unterricht direkt zu sich nach Hause. Sie hatte noch während der Arbeit ihren Vermieter kontaktiert ob sie doch nicht noch die Durchgänge zu den beiden Extrazimmern ihrer Wohnung geöffnet haben könnte. Ihr Vermieter lachte nur amüsiert, da er schon geahnt hatte sie würde in geraumer Zukunft weiteren Platz für ihre Bücher brauchen. Daher gab er ihr auch ohne wenn und aber die Schlüssel für die beiden Türen. In ihrer Wohnung öffnete Misa besagte Türen, rannte in ihr eigentliches Gästezimmer was voller Bücher war und befreite das dort stehende Bett von seiner Last. Ein aufgebautes Regal stellte sie im kleinerem der beiden Zimmer auf und ordnetet ihre Bücher in dieses. Den größeren Raum wollte sie Talis geben. Er kam einfach zu unerwartet um noch eine Wohnung für ihn zu finden. Nach einiger Zeit rannte die junge Lehrerin zum Marktplatz und erkundigte sich bei den Besuchern nach einem ungewöhnlich gekleidetem, fremden Mann. Talis schien wirklich sehr aufzufallen. Jede Person die Misa ansprach hatte entweder schon von dem Phönix gehört oder ihn gesehen und so landete Misa schließlich vor einer der teuersten Geschäfte des Platzes. Leise seufzte sie, als sie den Namen des Geschäftes laß und hoffte Talis hatte dort nicht eingekauft. Jedoch wurde sie eines Besseren belehrt, denn der junge Phönix war durch das Schaufenster zu erkennen.

Neugierig verließ Talis das Geschäft und ging entspannt zu dem Lebensmittelstand. Er war ganz fixiert auf die angebotenen Waren so dass er Misa nicht bemerkte. Diese jedoch kam auf ihn zu:“Habt ihr neue Kleidung gefunden?“ „Ja, die werte Dame hat mir ein vorzügliches Geschäft gezeigt. Jedoch habt keine Bedenken, jegliche Kleidung habe ich selbst bezahlt“ antwortete Talis auf ihre Frage, woraufhin Misa zu lachen anfing. Der junge Phönix hatte es tatsächlich innerhalb eines Tages wenigstens etwas mehr wie die Jadén zusprechen. „Ich habe ein Zimmer in meiner Wohnung für euch hergerichtet. Lediglich das Bett müsste noch aus meiner Bibliothek in Euer Zimmer getragen werden“ verkündete Misa mit einem warmen Lächeln. Talis verbeugte sich leicht bei der jungen Lehrerin:“Vielen Dank für Ihre Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft. Wenn es Ihnen nichts aus macht, würde ich Sie, Miss Shiori und Miss Kagami gerne bekochen.“ Misa wusste nicht was sie sagen sollte, noch nie wollte jemand für sie kochen und schon gar nicht ein gutaussehender Mann. Sie ertappte sich selbst dabei, wie sich vor Verlegenheit leicht errötete. Von ihrer Seite aus sprach nichts dagegen, dass der Phönix die drei Damen bekochen würde. Zumindest solange kein Fisch auf den Tisch kommen würde, denn diese waren für sie mehr Freunde als Nahrung.
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BeitragThema: Re: Schule   Sa 29 Aug 2015, 10:58

Kagami beachtete die sichtlich enttäuschte Verkäuferin kaum. Ihr Job war es, ihre Kunden zu beraten und sich voll und ganz deren Wünschen zu widmen. Nicht den eigenen. Manchmal stimmte man mit Anderen eben nicht überein, aber letztlich war eben doch der Kunde König. Auch den entblößten Oberkörper des Phönix nahm sie locker. Sowieso erschienen ihr Menschen - zumindest die, die sie kannte - in dieser Hinsicht etwas zu prüde zu sein. Aber zum Schwimmen zum Beispiel war das dann wieder in Ordnung. Ist klar.
"Oh, seid Ihr-- uhh, ich meine... se-bist du dir da sicher?", entgegnete sie verblüfft, als Talis ihr ganz beiläufig das Du anbat. So viel zu den ach-so-prüden Menschen. Die Fee legte ziemlich viel Wert darauf, ihrem Gegenüber stets angemessen zu begegnen. Wenngleich nicht Talis' unermessliches Alter und Weisheit die Gründe dafür waren, sondern eher die Tatsache, dass er ein Gottwesen oder etwas in dieser Art war. Besäße er kein so mildes Wesen, so wäre es ihm aller Wahrscheinlichkeit ein Leichtes, diese gesamte Welt in nur einem Wimpernschlag in Schutt und Asche zu legen. Nicht dass sie fürchtete, das könnte je geschehen. Aber die Tatsache, dass es ihm möglich war, war respekteinflößend genug.

Da stand er also vor ihr. Eine göttliche Kreatur, besungen in Sagen und Legenden. Auf der Suche nach einer adäquaten Gardarobe. Oh, die Ironie...

Sie hielt ihn nicht auf, als er seine Waren selbst bezahlte. Wenn es sein Wunsch war, auch in dieser Hinsicht unabhängig zu bleiben, so war es nicht an ihr, ihn davon abzubringen. Ganz zu schweigen davon, dass Sorairo-Senseis Geldbörse ihm das zweifelsohne ebenfalls danken würde. Bis ihr das Geld von der Schule erstattet wurde. Denn hier kam doch ein sattes Sümmchen zusammen, das Talis allerdings problemlos tilgen konnte.
"Oh, das bin ich auch.", antwortete Shiori kichernd, immernoch verzaubert von dem wunderschönen Schmuckstück. Sie räusperte sich allerdings rasch, als sie sich dann wieder zu Talis umwandte. "... Verzeihung." Die Verlegenheit war kaum zu übersehen. Ja, der gute alte Kaufrausch ließ sie ihre Etiquette so manches Mal vergessen.
Als sie getaner Dinge die Boutique verließen, äußerte Talis sein Interesse an den Marktständen, die mit ihrer kulinarischen Vielfalt nur so glänzten. Hier hielt sich Shiori eher klein und stelzte neugierig hinter dem Phönix her. Sie kochte zwar manchmal auch gern selbst, aber viel lieber war es ihr, bekocht zu werden. Darum aß sie in den allermeisten Fällen auswärts, es sei denn, es war nicht anders möglich. Auf Reisen durfte man eben nicht allzu wählerisch sein. Aber sie war wirklich niemand, der in einer Regelmäßigkeit gern vorm Herd stand. Doch wenn sie's tat, legte sie all ihre Leidenschaft hinein. So war sie eben.
Schließlich kam Sorairo-Sensei dazu und erkundigte sich nach dem Stand der Dinge. Erst schien sie im Angesicht der vollen Tüten etwas... besorgt gewesen zu sein. Doch als Talis klar machte, dass er selbst die Rechnung getilgt hatte, war sie unübersehbar erleichtert. Nicht, dass sie's nicht verstehen konnte. Aber Shiori hätte das Angebot wahrscheinlich nicht ausgeschlagen. Stolz war die eine Sache, Eigennutz eine andere.
Über die Behausung Talis' hatte Shiori tatsächlich noch gar nicht nachgedacht. In der Regel wurden diese Dinge weit im Voraus geklärt, sodass den Gästen aus anderen Welten eine angemessene Unterkunft zuteil wurde. Der Phönix war hier ohne Anmeldung aufgetaucht - und natürlich, das wusste sie selbst - hatte das keiner vorausahnen können. Umso erleichterter war sie, dass die Lehrerin gleich soweit gedacht, das Problem am Schopfe gepackt und erledigt hatte. Und die weißhaarige Jadé war sicher, dass Talis bei Sorairo-Sensei in guten Händen war.
"Wenn es Euer Wunsch ist, dann wäre es mir eine ausgesprochene Ehre, Euer Angebot annehmen zu dürfen." Nur zu gern würde sie kosten, welche Speisen auch immer in dieser fremden Welt serviert wurden. Ganz zu schweigen davon, dass ein Gott für sie den Kochlöffel schwingen würde. Der Gedanke war so paradox wie amüsant. Ansonsten war es für sie weniger bedeutsam, dass es sich bei ihm um einen wirklich gutaussehenden und zumindest optisch jungen Mann handelte. Das wäre wirklich nicht das erste Mal.
Kagami hingegen bangte etwas mit der Überlegung, ihren Gast für sie kochen zu lassen. Sollte das nicht eigentlich umgekehrt sein? Andererseits wäre es wirklich unhöflich, sein Angebot auszuschlagen. Daher erhob sie keinen Einspruch und stimmte zu, so wie es auch die beiden Jadén vor ihr getan hatten.

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BeitragThema: Re: Schule   Sa 29 Aug 2015, 20:06

Es war also entschieden. Talis würde als Dankeschön für den Tag und die herzliche Begrüßung etwas für die Damen auf den Tisch zaubern. An dem Stand schaute er sich nach den nötigen Zutaten um und fand so gut wie alles. Der Verkäufer erschien Talis recht freundlich, da dieser ihm erklärte als welcher Art Anbau die Früchte und das Gemüse stammen. Mit vollgepackten Tüten ging es zu Misa, welche gleich neben der Schule wohnte, nach Hause. Man konnte auf den ersten Blick erkennen, dass die junge Lehrerin Bücher liebte, denn sie hatte selbst im Flur zwei kleinere Regale mit Geschichtsbüchern stehen. Obwohl Misa sehr viele Bücher besaß, wirkte ihre Wohnung nicht überladen sonder sehr geschmackvoll eingerichtet. „Sehr elegant. Barock umspielt den Charme dieser Wohnung sehr harmonisch“ äußerte sich Talis überrascht und fühlte sich auf Anhieb heimisch. „Vielen Dank. Das meiste sind aufgewertete Erbstücke meiner Großeltern. Ich fand die Möbel einfach zu schade um sie weg zuschmeißen, auch wenn in einige Stücke sehr viel Arbeit gesteckt werden musste“ erklärte Misa ihren Gästen und nahm dem Phönix dabei die Einkäufe ab, welche locker für ein Dreigängemenü ausreichten und auch Zutaten enthielt, welche Misa noch nie zuvor probiert hatte. Der junge Phönix brachte seine neu erstandene Kleidung in den für ihn vorgesehenen Raum. Die junge Lehrerin besaß wirklich Geschmack. Talis Raum hatte hohe Wände, wie sie für einen Altbau typisch waren, Stuck an der Decke und über dem Kronleuchter, ein Erker mit großen Fenstern war vorhanden und der gesamte Raum war in warmen Sandtönen gestrichen. Auch nicht zu verachten war der helle Dielenboden. Das Zimmer war zwar nicht so pompös wie das in seiner Heimat, aber das kam dem Phönix grade recht. In seinem Zimmer hatte er sich nur selten aufgehalten da es ihm schlicht weg zu groß war. Häufig genug hatten ihn Diener seines Vaters dabei erwischt, wie er sich raus schlich um im Garten oder auf dem Heuboden zu schlafen. Nachdem Talis sich das Zimmer in aller Ruhe angesehen hatte, begab er sich in die Küche. Zu seiner Verwunderung stach diese komplett aus dem Konzept der Wohnung heraus, denn für ihn hatte sie einen sehr sterilen und argwöhnischen Stiel (eine moderne Küche). Die nächste Verwunderung, tauchte beim Herd auf....es gab keine Stelle wo man hätte das Holz rein legen können um Flammen zu schüren. Ein wahrer Kulturschock für den eher mittelalterlich aufgewachsenen Talis. Nun gut, wenn auf diesem Wege kein Feuer möglich war, bliebe Talis nichts anderes übrig als selbst für eins zu sorgen. Zunächst schnibbelte er ambitioniert und flink alle Zutaten zurecht und parierte das Pute und das Rumpsteak. Als Vorspeise sollte es einen Fenchel-Spargel-Salat mit Putenstreifen geben, der Hauptgang wurde von dem Rumpsteak mit Schwarzwurzeln, lila Kartoffeln, Süßkartoffeln und einer Rotweinjus gebildet. Die Nachspeise sollte eine Champagnermouse mit heißen Früchten den Abschluss bilden. Zum anbraten der Putenstreifen, träufelte Talis ein paar Esslöffel Olivenöl in eine Pfanne und legte diese auf seine flache, freie Hand mit welcher er die Pfanne auf die gewünschte Temperatur brachte.

Misa konnte sich ein lachen nicht verkneifen. Es sah doch schon zu ulkig aus, wie der Phönix etwas anbriet. Sie sollte ihm in den nächsten Tagen auf jeden Fall die Benutzung des Herdes erklären. Während Talis kochte, deckte sie den Tisch für 2 Jadén, eine Fee und einen Phönix ein. Zudem reichte sie jedem etwas zu Trinken.
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BeitragThema: Re: Schule   So 30 Aug 2015, 22:39

Noch nie hatte Shiori etwas persönlich mit einem Lehrer unternommen. Offiziell zumindest nicht... Achja: Katanoko war sie einmal auch außerplanmäßig auf die Nerven gegangen, nachdem sie diesen blöden Kampf damals verloren hatte. Der Lehrer musste - sie hatte ihn wirklich dazu gezwungen - sogar in seiner Freizeit dafür sorgen, dass die besonders kämpferische und ohnehin viel Zeit in Anspruch nehmende Schülerin ihren Willen bekam. Wer sonst, wenn nicht Katanoko, sollte ihr behilflich sein, eine ihrer Schwächen zu finden und auszumerzen? Vielleicht sollte sie den Mann auch mal zum Essen einladen. Verdient hatte er's mit seiner Geduld und seinem Enthusiasmus allemal.
Die Schülerin verkniff es sich, so wie Talis herumzustöbern. Stand ihr ja auch gar nicht zu. Zudem sie wahrscheinlich eh nichts gefunden hätte, das sie überrascht hätte. Bereits im Flur stachen ihr die Unmengen von Büchern ins Auge, die dieser Wohnung nur so zu durchfluten schienen. Sie hatte auch gar nichts Anderes erwartet. Der Stil ihrer Einrichtung war... nun, sie würde es eher "altertümlich" schimpfen. Aber wem's gefiel. Es waren eben Erbstücke, denen man einen neuen Charme verliehen hatte. Die Altertümlichkeit allerdings blieb. Sie würde es sich definitiv nicht ins Haus stellen... Naja. Und doch passte es zu Miss Sorairo - im ausschließlich positiven Sinne.

Schon bald duftete es in der ganzen Wohnung nach den Aromen herrlicher Speisen, die ihren Gaumen kitzelten ohne ihn überhaupt berührt zu haben. Ohh ja, sie freute sich auf dieses Mahl. Und es störte sie auch nicht weiter, bekocht und bedient zu werden. Was für ein Leben...
Kagami versuchte derweil zu helfen wo sie nur konnte - ohne Erfolg. Talis, sowie Sorairo-Sensei lehnten freundlich ab und schlugen ihr vor, stattdessen doch einfach ihre Beine hochzulegen und zu entspannen - so wie ihre Jadé es tat. Es hatte nichts mit Ungeduld zu tun, dass die Fee konsequent um die beiden herumschwirrte. Es war ihr bloß so unheimlich unangenehm, dass Talis - ein Gast und obendrein ein Gott! - hier ein phänomenales Essen auf den Tisch zauberte während Shiori und sie hier faulenzten und es sich gut gehen ließen. Was ihre Jadé tat war ihr in dem Moment sogar ziemlich egal - es war sowieso nichts Neues, dass Shiori sehr gern Andere die Arbeit machen ließ, wenn es sich nicht gerade als Problem darstellte. Faules Stück...
Letztlich endete es doch damit, dass Kagami am Essenstisch saß, ohne etwas beigetragen zu haben. Sie seufzte lautlos, ehe sie andächtig das Wort erhob: "Ich danke für die Gastfreundschaft und das wundervolle Menü - es sieht fantastisch aus!"
Die Weißhaarige schmunzelte derweil bloß verschlagen. Ja, sie kannte ihre Kagami. Eine Frau voller Ehrgefühl und Eifer. Arbeit an Andere abzutreten war ihr ein Fremdwort. Sie nahm die Dinge lieber selbst in die Hand. Ach, was musste sie diese nicht ganz unwesentliche Weile gequält haben. "Da kann ich der guten Kagami bloß beipflichten. Und fantastisch riechen tut es auch. Vielen Dank!", erbarmte sie sich, um Kagami wenigstens symbolisch die Hand zu reichen, damit sie sich nachträglich nicht für ihr Benehmen schämte. Ihr edler Charakter trieb sie in dieses Verhalten, aber manchmal war ihr das auch ganz schön unangenehm. Shiori beneidete sie wirklich nicht darum.
Und nachdem alle Worte gesprochen waren, die es zu sprechen galt, schmolzen die beiden Damen dahin in einem Gaumenschmaus, der seinesgleichen suchte.

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BeitragThema: Re: Schule   Di 03 Nov 2015, 19:06

Misa war begeistert von Talis Kochkunst. Es roch nicht nur sehr gut in ihrer Wohnung sondern schmeckte es eben so gut wie es roch. "Das Essen schmeckt fantastisch. Wo habt ihr so gut kochen gelernt?" erkundigte sich die junge Lehrerin beim Phönix. Sie kannte es nicht, dass sich Männer freiwillig in die Küche stellen und dann auch noch eine Geschmacksexplosion zaubern.

Talis kratzte sich am Hinterkopf und lächelte leicht verlegen:"Nunja, dass war mehr ein Zufall. Meine jüngeren Schwestern und ich waren einen Tag lang alleine Zuhause. Mein Herr Vater und seine Angestellten waren auf einem Jagsausflug und so kam es, dass meine Schwestern mich gradezu bedrängten etwas zu kochen. Sie selbst waren dafür noch zuklein um mit dem Feuer des Ofens umgehen zukönnen. Das was ich Talja und Tal damals zubereitet hatte, war ungenießbar und ich beschloss ab dem Tag jedes Mal in der Küche auszuhelfen um beim nächsten Mal meinen Schwestern etwas gutes tuen zukönnen." Talis ließ bei seiner Erzählung mit Absicht aus, dass es zu dem Zeitpunkt nicht einmal in der Lage Kartoffeln zukochen und etwas Fleisch anzubraten war.

Misa war erstaunt. In ihren Augen musste Talis seine Schwestern über alles lieben. Wieso sonst sollte er sich für sie in die Küche stellen und nach einer solchen Blamage auch noch verbessern wollen. Auch das er beim Einkaufen an die beiden dachte, ja sie hatte in seine Einkaufstüten gelinst, fand sie sehr sympatisch. Misa selbst konnte sich als Einzelkind garnicht vorstellen wie es wohl mit Geschwistern sei. "Da habt Ihr Euch in einer ähnlichen Situation befunden wie ich in meiner Kindheit. Meine Eltern waren früher häufig bis spät Abends im Labor oder auf dem Meer. Daher habe ich oft für mich alleine etwas gekocht", erklärte Misa und stand kurz darauf auf:" Ich werde die Teller kurz in den Geschirspühler stellen. Ihr beide könnt Euch ruhig entspannen. Und vielen Dank für das fantastische Essen Herr autem legitimam regens Phoenix."

"Ich habe mich bei Ihnen zu bedanken. Sie waren mit heute eine sehr große Hilfe und eine überaus adrette und angenehme Begleitung. In diesem Sinne vielen Dank für Ihre Bemühungen, die Damen" bedankte sich der Phönis bei den beiden Jadédamen und der Fee:" Ich gestatte es Ihnen mich Talis zunennen, mein Titel ist die Mühe nicht wert ihn auszusprechen." Talis trug zwar eine Art Adelstitel und stammt von einem göttlichen Geschlecht ab, aber selbst fühlte er sich wie ein normaler junger Mann. Ihm waren erste Reaktionen auf seinen Namen meist recht unangenehm, wollte er schließlich nicht als Gott sondern als einfacher Mann neue Welten entdecken. Um so mehr Welten er bereißte um so mehr glaubte er, dass sein elder Vater genau dieses mit Talis bezweckte. Zwar hielt er sich in seiner Jugend eher mehr im Garten des Anwesends auf als innen, dennoch begegnete er in seiner Heimat fremden meist hochnäsiger als er es nun tuen würde. Doch genug der Gedanken an diese Zeit, schließlich hatte er zwei wundervolle Damen neben sich. Mit seinem Lächeln wandte er sich an Shiori und Kagami:"Gehe ich recht der Annahme, dass Sie beider ebenfalls bereits andere Welter erkundet haben?" Irgendwie verströmten die meisten Wesen dieser Welt eine Aura als würden sie bereits mehrere Welten gesehen haben. Für den jungen Phönix war diese Aura durch die anderen Bewohner seiner Welt sehr bekannt und ihn brachte es noch mehr dazu in der Jadénwelt verweilen zu wollen. Menschen die imstande waren und sind andere Welten zubereisen, war er noch nie zuvor begegnet. Gleichzeitig wanderten seine Augen neugirig durch den Raum und überflogen einen Buchrücken nach dem anderem. Sein Blick blieb an einem dicken Buch mit dem Titel "historische Größen der Weltgeschichte" hängen. Talis erhob sich von seinem Platz, ging zum Bücherregal und nahm das Buch herraus. Neugirig überflog er das Innhaltsverzeichnis und blätterte kurz darauf hastig zu zwischen zwei Kapiteln hin und her. Mit trüben Blick erhob er seine Stimme:" Welches Jahr schreibt die Menschenwelt zur Zeit ?"
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Ryuya
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BeitragThema: Re: Schule   Do 05 Nov 2015, 06:25

Zufrieden streichelte die junge Frau ihren Bauch - mehr ging nicht. Sie hatte gesündigt, aber die paar zusätzlichen Pfunde waren es mehr als nur wert. Fantastisch, kein Wort könnte dieses Wort besser beschreiben. Ja, von dieser Leistung könnten sich ein paar äußerst teure und exquisite Schuppen mal 'ne dicke Scheibe abschneiden. Wahnsinn, doch. Die Vorstellung, dass seine Lehrmeister - wohl die Köche und Köchinnen in seiner Heimat - die Kunst des Kochens noch besser beherrschten und den werten Herrn und seine Familie Tag für Tag mit einer Köstlichkeit nach der anderen überschütteten... Nein, gut für die Figur wäre das nicht. Leider. Aber so hin und wieder könnte sie sich sowas schon vorstellen, hihi... Ginge es nach ihr würde sie jetzt öfter zum Essen vorbeikommen. Aber nein, wirklich nicht. Von Zeit zu Zeit unverschämt, so kennt man sie. Aber nicht so. Ein gutes Stück Respekt steckt immernoch in ihren Knochen. Noch hatte sie nicht vergessen, von welch edler Abstammung er war, Talis autem legitimam regens Phoenix. Und das würde die weißhaarige Jadé wohl auch in allzu naher Zukunft nicht, wenngleich sie wohl auch beim Du bleiben wird, da Talis sowieso keinen allzu großen Wert auf seine Stellung zu legen schien. Dass er tatsächlich darunter litt, immer mit diesem außergewöhnlichen Maß an Respekt behandelt zu werden, ahnte sie ja nicht einmal.
Über seine Erzählung amüsierte sich Shiori prächtig. Sie konnte es sich fast bildlich vorstellen, wie er damals verzweifelt versucht hatte etwas Genießbares auf den Tisch zu zaubern. Jeder fing einmal klein an, da war auch Talis mit Sicherheit keine Ausnahme. Und seine Kochkunst ist seit damals gewiss gereift - das konnte sie mit ihrem geschulten Gaumen wohl bezeugen. Die Weißhaarige lauschte den beiden stumm, denn ihr war nicht danach, eigene Erlebnisse anzufügen.
"Auch ich habe zu danken. Das Essen war hervorragend und Euer beider Gesellschaft überaus erfrischend." Die stets kritische junge Dame sagte so etwas verhältnismäßig selten. Aber so sehr sie es auch hätte versuchen können, an diesem Essen gab es rein gar nichts auszusetzen - und einen so stattlichen wie zuvorkommenden Gott kennenzulernen, tja, das passierte ihr nun auch nicht jeden Tag. Man konnte über die Jadénwelt so einiges behaupten, aber langweilig wurde es hier doch nie. Sie bereute es wirklich nicht, zurückgekommen zu sein. Schade, dass sie nicht allzu lange bleiben konnte - es sei denn, Mr. Handsome ließ sie hier sitzen und zog alleine los um sich die Herrschaft über alles und jeden eigenhändig anzueignen. Genauso schade wie die Tatsache, dass sie sich noch sehr schwer damit tun würde, sich rar zu machen. Sie konnte ja jetzt schon nicht mehr damit aufhören, an ihn zu denken.
Als sich Talis wieder direkt an sie wandte kehrte ihr allgegenwärtiges, fast professionelles Lächeln wieder zurück. Traum ade, dieser Mann würde eh wieder auf sie zurückkommen, sobald er alles geklärt hatte. "Goldrichtig.", bestätigte sie seine Annahme stolz. Es fühlte sich wirklich gut an, wenigstens einmal bedenkenlos über die Weltreisen plaudern zu können. Sonst musste sie ja stets Angst haben, ihre Elementfähigkeiten zu verlieren und für immer irgendwo im nirgendwo zu stranden, verließ auch nur einmal eine einzige, unüberlegte Information ihren hübschen Mund.
"Wenngleich ich noch immer darauf brenne, noch viel mehr zu sehen.", fügte sie dann noch an. Wenn sie eine Sachen so sehr liebte wie das Kämpfen, dann waren es hinreißende Aussichten, einzigartige Orte, berauschende und fremde Farben, Gerüche und Geschmäcker... Immer wieder zog es sie in die Fremde. Sie war es niemals müde, ihren Horizont zu erweitern - und würde es wohl niemals sein. Vogelfrei, ungebunden an die Regeln der Vernunft - das klang ein wenig kindisch und blödsinnig und doch war es das, was sie sein wollte. Frei.
"Aber ehrlich gesagt bin ich fest davon überzeugt, dass Ihr schon so viel mehr gesehen habt als ich, Talis. Darum beneide ich Euch wirklich, wenn ich das so frei behaupten darf." Anhand seines schieren Alters war das für sie mehr Tatsache als Annahme. Ein wenig bedauernswert war es ja schon, dass es ihr - einem Menschen - nur für eine so kurze Zeit erlaubt war, auf dieser und zahllosen anderen Welten zu existieren. Nicht vorzustellen, dass sie, in der Welt der Menschen geboren, vielleicht nie hätte einen Fuß in fremde Gefilde hätte setzen können. Und doch... so lange zu leben wie ein Geschöpf göttlichen Geschlechts das tat... darauf konnte sie gut und gerne verzichten. Freunde, Familie und Bekannte zu überdauern war ein Gedanke, der ihr Angst einjagte und nichts als Unbehagen bereitete. Warum auch immer sich so viele danach sehnten - sie hingegen fand die Vorstellung schlicht und ergreifend grausam.
Shiori legte den Kopf ein wenig schief, als Talis sich nach dem jetzigen Jahr erkundigte, das in der Welt geschrieben wurde, auf der das menschliche Geschlecht seine Wurzeln hatte. Für ihn musste die Zeit wie ein Wimpernschlag vergangen sein, seitdem er eben diese Welt das letzte Mal besucht hatte. Auch wenn sein trauriger Blick ihr schon signalisierte, dass sie in diesem fetten Wälzer von einem Geschichtsbuch irgendetwas aufgeschnappt haben musste, das ihm in Erinnerung geblieben war... Sie wusste ja nicht, dass Talis damals historisch bedeutsamen Männern begegnet war.
"Nun... wir schreiben in der Welt der Menschen das Jahr 2012 nach Christus.", erklärte sie vorsichtig und hoffte, dass der Schock für den armen Kerl nicht zu tief saß. Vorausgesetzt, dass er mit dieser Zeitangabe überhaupt etwas anfangen konnte. Immerhin gab es den Menschen schon eine ganz unwesentlich lange Zeit länger, als knapp 2.000 Jahre das erst einmal suggerieren.
(Die Startseite des Forums meint übrigens das RPG spielt 2012, also... ja. |P  )

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BeitragThema: Re: Schule   Do 05 Nov 2015, 23:08

Talis klappte das Buch zusammen und stellte es ohne ein Wort zu sagen wieder zurück. Seine beiden Freunde waren also tatsächlich schon lange tot. Alexander´s Tot schien selbst den Verfassern des Buches unklar zu sein. Sie sprachen vom Tod durch Krankheit oder sogar Mord durch Vergiftung. Bei Julius schienen sie die Todesursache festzustehen...23 Dolchstiche...ein Putschversuch und Mord zugleich. Besonders letzteres konnte sich der junge Phönix nicht erklären, hatte er Julius doch als einen wissbegirigen und vorallem talentierten jungen Herrscher kennen gelernt. Allgemein stimmten ihn die Texte zu Alexander und Julius zu Unmute auf. Hatte er sich so in beiden getäuscht, haben ihn die beiden etwas vorgespielt oder wurden einfach nur falsche Tatsachen in den Bücher übermittelt? Nein, egal was auch dort geschrieben sein mag, die beiden waren dennoch seine Freunde gewesen. „2012“ wiederhollte Talis betrübt. Es wahr mehr Zeit vergangen als er gedacht hätte. Alexander war also bereits seit ca. 2335 und Julius seit 2056 Jahren tot, doch für Talis fühlte es sich so an als hätte er sich erst vor 5 Jahren von Alexander und vor 2Jahren von Julius verabschiedet. Zwischen seinem Aufenthalten auf dem Erdkreis Erde hatte er sich kurz Zuhause aufenthalten. Nachdem er die Erde verließ besuchte der junge Phönix eine Welt voller Wasser und nun war er in der Jadénwelt angelangt. Shiori hatte Recht. Schon einige Welten hatte Talis besucht, doch jedes Mal schien ihn die Zeit einen Streich spielen zuwollen. Während um ihn für alle anderen die Zeit normal verging, empfand Talis dieses meist als seien nur ein paar Wochen oder Jahre vergangen. Jetzt wo er diese Texte über seine bisher besten Freunde gelesen hatte kamen in ihm Zweifel auf, ob überhaupt noch ein paar seiner Freunde aus anderen Welten leben würden. Die einzige Außnahme schienen seine Familie und seine Freunde in seiner Heimat zu sein. Umso mehr ihn diese tüben Gedanken einnahmen, umso mehr wuchs der Wunsch die Jadénwelt zu erkunden. Dieser Wunsch war so stark, dass seine noch sichtbaren Federn im Haar zuglühen und lodern begannen. Nach ein paar Minuten schob Talis all die schlechten Gedanken beiseite und raffte sich innerlich wieder auf. „Vielen Dank für die ehrliche Antwort“, bedankte er sich mit einem feurigem Ausdruck in seinem Augen bei Shiori:“ Ich hoffe Ihr könnt auch weiterhin so viele Welten ergründen, wie Ihr es wollt. Die Tore meiner Heimat werden Euch gewiss offen stehen. Gäste sind in meiner Familie immer gern gesehen.“

Misa stand etwas abseits. Sie hatte Talis trüben Gesichtsausdruck mit bekommen und wollte ihn eigentlich grade versuchen etwas aufzumuntern...auch wenn sie selbst nicht genau wüsste wie...als sich ihr Gast wieder fing und sogar grade zu aufflammte...im warsten Sinne des Wortes.
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BeitragThema: Re: Schule   Sa 07 Nov 2015, 23:39

Trauer. Dieses Gefühl stand ihm auf's Gesicht geschrieben. Er hätte es auch nicht verbergen können, selbst wenn er wollte. Es musste eine halbe Ewigkeit her sein, dass Talis zu Gast auf der Erde war. Shiori stand es fern, sich dort einzumischen. Nichts, das sie hätte sagen können, hätte sein Leid lindern können. Schien so, als hätten selbst irdische Autoren recht damit, wenn sie die Absenz der Vergänglichkeit umschrieben. Was für ein schreckliches Gefühl diese Erkenntnis wohl sein musste? Talis war stark, auf vielerlei Ebene. Doch ob Gott oder sterbliche Kreatur, jeder hatte einen wunden Punkt, den es nur zu treffen galt. Andächtig schwieg der Mensch und sprach dem Phönix wortlos ihr Mitgefühl aus. Es dauerte auch nicht lange, bis er sich, sichtbar sogar, wieder fangen und den Verlust zumindest ein kleines bisschen überwinden konnte. Ja, der Phönix war so viel stärker, als sie es sich überhaupt hätte vorstellen können. Und das bezog sie in diesem Augenblick keineswegs auf seine Macht, sondern bloß auf seine Charakterstärke; Menschlichkeit, wenn man denn so wollte. Dieser Mann hatte ein so viel stärkeres Rückgrad als sich es der größte Teil Ihresgleichen nur zu träumen wagen konnte. Und doch... die Machtlosigkeit gegenüber Gevatter Tod und der Zeit als solchen würde auch er sich niemals entziehen können, sein Leben lang nicht. Verlust als steter Wegbegleiter... was für ein hartes Schicksal. Dieser Moment war wohl doch einer der wenigen gewesen, in denen sie so unendlich dankbar war, nur ein Mensch zu sein.
Besonnen lächelte sie, als Talis das Wort wieder erhob. Die feurige, aufflammende Präsenz die von ihm ausging half auch ihr, die trüben Gedanken ihrer eigenen Vergänglichkeit und derer, die ihr am Herzen lagen, zumindest vorerst beiseite zu schieben. "Jederzeit. Mit Freuden werde ich Euer Angebot eines Tages in Anspruch nehmen. Wenngleich ich zuvor gern noch so viel wie möglich über Eure Sitten und Bräuche lernen würde - immerhin will ich nicht ganz unvorbereitet dort aufkreuzen. Es wäre im wahrsten Sinne eine Schande, mich vor Eurem Hause zu blamieren, wo ich doch als Vertreter der Menschen und der Jadén aufträte." Ah, sie war einfach brillant. Ein hervorragender Vorwand, um das Gespräch in eine neue Richtung zu lenken. Weiterhin der perfekte Weg Fragen zu stellen, ohne dass es so aussah, als würde sie ihn ungelenk um Informationen ausquetschen. Außerdem... empfand sie wirklich so. Sie war eine Frau von Ehre und wenn Talis noch nie von anderen Weltenbummlern gehört hatte... na, dann standen die Chancen hoch, dass seine Familie das auch noch nicht hatte! Wie blamabel, ein schlechtes Licht auf die Ihren zu werfen! Und mit einem Mal hatte sie bodenlose Nervösität gepackt. Vielleicht... würde sie mit diesem Besuch noch etwas warten. Ihr war im ersten Moment ja gar nicht bewusst gewesen, was für eine Verantwortung sie sich aufgeladen hatte - ohne nur einen Augenblick lang darüber nachzudenken! Ja... sie war brillant. Ein richtiges Genie. Nicht.

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BeitragThema: Re: Schule   Fr 13 Nov 2015, 21:28

Talis fühlte sich sehr geschmeichelt, dass Shiori die Sitten und Bräuche seiner Heimat lernen wollte. Doch zweifelte er eben so an genau diesem Vorhaben:“ Mit Verlaub, ich befürchte das dieses für Euch der benötigte Zeitaufwand zugroß wäre. Wir Geschwisten benötigten alle im Schnitt 20 Jahre um jegliche Sitten und Bräuche zu lernen. Nova meine Heimat ist nicht das einzige Land auf Deos. Erat, Lenibus, Oblitus, Saltus und Somniorum sind gleichgestellte Länder Deos. In jedem Land gelten andere Sitten und Bräuche. Lediglich die Unantasbarkeit der anderen Länder, das friedliche Miteinander und das Verbot sich mit sterblichen Wesen zuvermählen geschweige denn zu paaren gilt für alle.”

Was meinst du mit sterblichen Wesen?” fragte Misa irritiert als sie den Raum wieder betrat.

Jene Wesen, dessen Lebensspanne wesentlich gerinnger ist als die unsere haben” ging Talis auf die Frage der Lehrerin ein:” Wir wollen damit nicht sagen, dass wir nicht sterblich sind. Unsere Lebensspanne beträgt jedoch eine viel höhere Spanne als uns bisher bekannten Wesen. Nur als Vergleich. Angenommen ein Mensch kann bis zu 100 Jahre alt werden, so beträgt die Lebensspanne von uns jedoch in etwa 100.000 Jahre.” Talis wusste bei diesem Vergleich jedoch nicht, dass sich die Lebensspanne der Menschen auf der Erde im Vergleich zu seinen letzten Besuchen erheblich verbessert hatte. Die meisten Menschen, welche er kannte wurden grade mal etwa 40 Jahre alt. In Talis Augen war das Wort sterbliche schon immer ein unpassender Begriff in den Landesregeln gewesen, schließlich waren sie selbst nicht einmal unsterblich. Eigentlich unterscheiden sie sich lediglich durch die hohe Lebensspanne und einer anderen äußerlichen Form von den Menschen. Alter, Krankheiten und Verletzungen konnten ihnen genauso schaden wie den Menschen auch. Dieses hatte der junge Phönix selbst schon am eigenen Körper zu spüren bekommen.
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BeitragThema: Re: Schule   Sa 14 Nov 2015, 02:51

Die Weißhaarige konnte den Phönix bloß verdattert ansehen, als er zu erklären begann, dass es ihn ganze zwanzig Jahre gekostet hat, alle Bräuche seiner eigenen Welt zu erlernen! Wenn sie nur darüber nachdachte, dass sie selbst nur wenig älter war als das... Es war keine Dreistigkeit zu behaupten, dass sie das nicht in absehbarer Zeit schaffen würde. Sie räusperte sich, ehe sie einzuwerfen wagte: "Nun... wenigstens die Grundlagen möchte ich wirklich gern erlernen." Das lag ihr sehr am Herzen, insbesondere da sie sich der Wichtigkeit ihres Auftretens inzwischen bewusst war. Sie wusste sich zu benehmen, das war wirklich nicht der Grund ihrer Sorge. Bloß begann es schon mit augenscheinlichen Kleinigkeiten. Gab man sich zum Gruß die Hand oder verbeugte man sich - oder nichts von beidem? Es gab so viele Möglichkeiten, in Fettnäpfchen zu treten. Shiori war es beileibe inzwischen gewohnt, auch erst einmal schief angesehen zu werden, für ihre merkwürdige Art und Weise sich zu benehmen. Sie hatte nicht erst ein oder zwei Welten bereist, sondern eher zehn oder zwanzig. Jedes einzelne Mal war sie auf fremdartige Dinge gestoßen, die dort zum reinen Alltag gehörten. In so mancher Welt galt man als Zehnjähriger schon als fähig, auf eigene Faust das schützende Heim zu verlassen und in die Fremde aufzubrechen. In anderen Welten waren der Gebrauch von Magie völlig selbstverständlich - in noch einmal anderen Stoff aus Legenden und Sagen. Mal begegnete man als weibliches Geschöpf unschicklicher Begierde oder Abscheu, manches Mal Verehrung. Unzählige Feinheiten. Jede Welt war mal mehr, mal weniger anders als die, die sie schon kannte. Als Jadé lernte man nie aus. Niemals.
Sie lauschte Talis neugierig und bewahrte sich Fragen und Anmerkungen auf, bis er ausgesprochen hatte. Nova, Erat, Lenibus, Oblitus, Saltus und Somniurum... Mächtige Namen, die sie sich gleich einzuprägen versuchte. Abermals konnte sie bloß im Angesicht dieser unglaublichen Lebensspanne staunen. Ein Lebewesen, dass über 100.000 Jahre alt wurde - nein, viel eher ganze sechs Völker, deren Mitglieder dieses Alter erreichen konnten. Andererseits beruhigte sie die Tatsache aber auch irgendwie, dass sie wohl nicht tatsächlich unsterblich waren, sondern nur diesen Namen trugen. Sie hätte es sich bei einem Phönix wirklich sehr gut vorstellen können, ehrlich gesagt sogar angenommen. Wie ein Phönix wieder aus der Asche aufsteigen, das war nun mal ein sehr bildlicher Gedanke.
"Nur einmal so angenommen..." Shiori konnte ihre Neugierde einfach nicht drosseln. "... was wäre, wenn ein Mitglied eures Volkes - oder eines anderen Landes auf Deos - eine Vermählung mit einem Sterblichen einginge? Oder die Unantastbarkeit eines anderen Landes verletzt würde? Bitte verzeiht, das ist wahrscheinlich eine ungebührliche Frage, aber... die Neugierde ist leider Teil meiner Natur." Sie wollte den Mann wirklich nicht beleidigen, keineswegs. Und ihr fielen noch mehr Fragen ein, die in dieselbe Richtung gingen! Aber wenn sie ihn nicht fragte, tja, in seiner Welt würde sie es nicht einmal wagen diese Frage nur zu denken. Als ob sie dort irgendwen fragen würde. Irgendwie konnte sie sich sogar vorstellen, dass darüber in der Regel überhaupt nicht gesprochen wurde.
"Und sowieso...", führte sie ihren Gedanken weiter. "... wie schafft ihr es, den Frieden zu wahren? Ich habe schon so viele Welten gesehen und in jeder einzelnen war Krieg ein trauriger Teil der Geschichte. Ich denke, davon könnten wir Sterblichen jede Menge lernen." Womöglich wieder eine Frage, die dem Phönix bitter aufstoßen könnte. Aber wie sie empfand waren all diese Fragen solche, die gestellt werden mussten. Nun, das mit der Vermählung nun vielleicht nicht, aber das sagte so viel über die dortige Mentalität aus. Sowieso war er ja nicht gezwungen, ihre Fragen zu beantworten. Wenngleich es sie nach Antworten dürstete. Ausführlichen Antworten. Und wahrscheinlich war sie letztlich einfach viel zu direkt und ungehemmt, als hätte sie vergessen, mit wem sie da spricht.

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