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 About Life

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Tama
Jadén Meister
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BeitragThema: About Life   Di 03 Jul 2012, 00:28

Info:
Drei Freunde erzählen über ihr Leben und ein bestimmtes Ereignis aus deren Sicht.
Die Geschichte ist so aufgebaut als würde man Tagebucheinträge der jeweiligen Person lesen.

Erik´s Geschichte:
Ich erinnere mich noch daran wie mein kleiner Bruder und ich früher zusammen auf dem Spielplatz waren. Er wollte jeden Tag an dem wir bei unseren Großeltern waren dort hin, in der Hoffnung „sie“ zusehen. Seine beste Freundin seie sie, sagte er mal zu mir. Ich wusste sofort was er damit wirklich meinte. Mein kleiner Bruder war verliebt gewesen und sie war seine erste große Liebe. Ein freundliches Mädchen, dass immer ein strahlendes Lächeln auf den Lippen hatte. Sie steckte einen mit all ihrer Fröhlichkeit förmlich an und für ihre 8 Jahre wirkte sie schon recht erwachsen. Ich möchte sie sehr, aber nicht auf die Weise wie mein Bruder sie mochte....

Das war damals und heute liegt dieses „Damals“ mehr als 8 Jahre zurück. In dieser Zeit war ich nie zu Besuch bei meinen Großeltern gewesen. Zu tief lag mein Schmerz, nein der den meine ganze Familie erlitten hatte und an den uns jener Ort erinnern würde. Ich blicke nicht gerne zurück, denn jedes Mal reißt die Vergangenheit erneut ein Stück aus meinem Herzen. Es schmerzt zu sehr meinen Bruder verloren zu haben, doch vergessen konnte ich sie dennoch nicht. Aus irgendeinen Grund blieb sie all die Jahre in meinen Gedanken hängen. Er war nicht so, dass ich sie vergessen wollte im Gegenteil....

Alles was ich weiß ist ihr Vorname und wie alt sie heute sein würde. Ich fragte mich ständig, wie es ihr wohl geht, ob sie noch in derselben Stadt wohnen würde und besonders wie ihr Leben nach allem weiter verlief. Eine Zeitlang suchte ich im Telefonbuch von Hamburg, ihrer damaligen Heimatstadt, nach ihrer Nummer. Doch meine Suche erwies sich natürlich als erfolglos. Wie sollte ich sie auch in einer Großstadt nur mit ihrem Vornamen finden können. Seit kurzem schwirrt mir ihr Name immer und immer wieder im Kopf herum: „Jasmin, Jasmin, Jasmin,..“ Ich kann mich kaum noch auf meine Abschlussarbeiten konzentrieren. Mein einziger Gedanke ist, dass ich sie finden muss...

Als ich nach Hause kam setzte ich mich sofort an meinen PC und durchsuchte erneut das Telefonbuch und einige Chatforen vergeblich wie es sich erwies. Erschöpft und niedergeschlagen ließ ich mich auf mein Sofa fallen und wollte grade die Augen schließen, als meine jüngere Schwester Nele in mein Zimmer kam um mir eine weitere Story von ihrer neuen Chatfreundin zu berichten. Obwohl ich in dem Moment dafür keinen Nerv hatte tat ich ihr den Gefallen, wie so oft in letzter Zeit, und gab ihr ein OK dass sie mir davon erzählen dürfte. Nele setzte sich zu mir und fing an zu erzählen blieb aber ständig an ihrem Laptop hängen, weil sie immer wieder neue Nachrichten bekam. „Willst du sie mal sehen?“, fragte sie mich beiläufig. Ich wusste erst nicht was sie meinte tat aber so als wüsste ich es: „Klar, zeig mal her“. Nele setzte sich daraufhin vor mich und klickte eine Seite an: „Hübsch ist sie, oder?“ Dunkelbraunes, langes, gelocktes Haar, grün graue Augen und dieses Lächeln. Mir blieb fast der Atem weg...konnte es sein? Nein dachte ich, es wäre bestimmt nur purer Zufall. Ich wollte mich grade abwenden, da erhielt Nele eine Nachricht von ihr. Woran ich es erkannt habe? Ganz einfach, der Messanger den meine Schwester und ich nutzen blinkt jedes mal in der Taskleiste auf, wenn eine neue Nachricht gesendet wurde. Meine Schwester öffnete das Fenster. Es war ihre Chatfreundin die geschrieben hatte. Sie hatte ihr Bild aus dem Forum auch als Anzeigebild benutzt. „Jasmin“, mich traf der Name wie ein Blitz der einen für eine Weile erstarren lässt. Konnte es wirklich sein? War es wieder ein weiterer Zufall? Nein dachte ich, es konnte kein Zufall sein. Das selbe Aussehen und der selbe Name, sie muss es sein. Ich schrieb sie noch am selben Tag an und sie war es wirklich. Nach so langer Zeit habe ich sie wieder gefunden...
Wir schreiben nun Täglich miteinander.

„Es ist schön einen alten Freund wieder zuhaben. Weißt du, ich konnte dich die ganze Zeit über einfach nicht vergessen, Ständig habe ich mich gefragt was aus dir geworden ist... und vor Allem warum du dich nie bei mir gemeldet hat. Ich dachte schon, dass du mich vergessen wolltest.
Liebe Grüße Jasmin“
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Tama
Jadén Meister
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BeitragThema: Re: About Life   Di 03 Jul 2012, 00:31

Nele´s Geschichte:

Früher war alles anders!

Ich kannte meine älteren Geschwister kaum, da meine Mama mit mir viele hunderte Kilometer von Zuhause in einem Krankenhaus lebten. Meine Brüder lebten bei Papa und meine Schwester hatte schon längst eine eigene Wohnung. Ich kannte es nicht anders, weil ich von klein auf regelmäßig ins Krankenhaus musste und dort dann auch für längere Zeit blieb doch seit ein paar Jahren ging es mir so schlecht dass ich ganz im Krankenhaus bleiben musste. Meine Mama war den ganzen Tag für mich da. Stundenlang lag ich abends im Bett und sah meine Mama an und wusste, dass sie Papa und meine Geschwister vermisste. Ich stellte mir vor wie es wäre nicht krank zu sein und wir alle zusammen Zuhause leben würden. Ich hoffte, nein ich betete darum dass sich alles ändern würde. Sofort! Hier und jetzt, einfach auf der Stelle. Für Mama damit es ihr besser gehen würde....

Heute Morgen entließen mich die Ärzte und schickten meine Unterlagen an ein Krankenhaus in der Nähe von Zuhause. Mein Wunsch hatte sich erfüllt, dachte ich. Zuhause angekommen stellte Mama die Koffer im Flur ab, ging zur Nachbarin und verschwand mit Papa. Unsere Nachbarin, Stella, kam zu mir in die ruhige Wohnung. Ich wusste dass etwas fehlte nur was war mir nicht bewusst. Eine Lücke blieb in meinem Herzen und die kalten, traurigen Gesichter meiner Eltern als sie wieder kamen machten dieses auch nicht besser. Mein Zuhause wie ich es mir sehnlichst gewünscht hatte fühlte sich an wie Eis. Es herrschte ständig Kälte, die so schien als wolle sie niemals mehr verschwinden....

Ich war schuld! An allem was hier vor sich ging, denn ICH war es die sich eine Veränderung gewünscht hatte. Die einzige Person die ich damals hin und wieder lächelnd gesehen habe war mein älterer Bruder Erik. Lange Zeit blieb mir unbewusst was geschehen war, an jenen Tag.

Ich erinnere mich als sei es gestern erst geschehen. Mama, Papa, Erik und ich gingen zum Auto und fuhren auf eine Grünfläche zu. „ Juhu wir gehen spielen,“ dachte ich bis wir vor einem Holzkasten standen. Erik schaute hinein, nahm mich an die Hand und ging ein ganzes Stück mit mir vom Holzkasten weg. Dann erst hob er mich hoch und hielt mich fest in seinen Armen. Mein Kopf lag auf seiner Schulter und draußen begann es mittlerweile zu Regnen. Erik strich mir übers Haar: „Nele, dass was ich dir jetzt erzähle darfst du nie vergessen. Es war ein Teil unserer Familie. Hast du verstanden?“ Ich nickte leicht worauf er fort fuhr: „ Siehst du den Holzkasten da hinten? In ihm liegt unser Bruder. Er ist bei einem Verkehrsunfall gestorben. Der Holzkasten ist sein Sarg, sein Bett in dem er für immer schlafen wird.“...

Ich wusste damals nicht was ein Sarg oder der Tot war schließlich war ich noch zu jung um es zu verstehen oder es selbst wissen zu können. Ich weiß noch genau, wie Erik mich fest an sich drückte und ich dabei einen Tropfen auf meinem Kopf spürte...eine Träne. Seit diesem Tag sind viele Jahre vergangen. Ich habe im Interner eine neue Freundin gefunden, die Erik und mein Bruder scheinbar sehr gut kannten. Ich schreibe täglich mit ihr und erfahre durch sie viel über meinen verstorbenen Bruder. Ich hatte nie das Glück ihn so kennen zu lernen wie Jasmin und Erik....

Seit dem ich Jasmin kenne muss ich nur noch selten ins Krankenhaus wodurch ich wie alle anderen auch normal zur Schule gehen kann. Ich habe viele Freunde in der Schule gefunden und mache in einer Schulband mit. Es ist als ob mir ein Engel von da oben einen lebenden Engel, Jasmin, geschickt hat. Ich gehe oft zum Grab von meinem Bruder und schreibe dort viele Lieder für die Band. RePlay, so heißt sie und steht für mich für einen Neuanfang. Heimlich widme ich meinen Bruder die Lieder denn ich glaube, dass er die Widmungen versteht. Heute habe ich den wahren Sinn von Eriks Worten verstanden, denn für immer heißt nicht ewig. Mein Bruder ist zwar tot, aber in meinem Herzen lebt er auf ewig weiter, Bis wir eines Tages vereint sind, nur lass ich mir noch Zeit bis ich ihn wieder sehen werde. Dass Erik damals meinetwegen gelächelt hat, weiß ich heute auch. Er wollte nicht, dass ich nur trauernde Gesichter um mich herum sehe ohne zu verstehen zu können was passiert war. Erik, dafür liebe ich dich und bin dir aus tiefsten Herzen dankbar.

„Someday we will meet again. Someday we all will be shinning stars on the sky, but now show me your smile. It´s a starry night.“


Zuletzt von Tama am Di 20 Nov 2012, 21:59 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Tama
Jadén Meister
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BeitragThema: Re: About Life   Di 03 Jul 2012, 01:16

Jasmin´s
Geschichte:



Ich
weiß noch genau, dass auf dem Spielplatz auf einmal ein Junge mit
seinem großen bruder auftauchte. Es kam mir komisch vor denn die
meisten der Älteren kamen nicht mehr auf den Spielplatz. Naja war
vielleicht eine Ausnahme, dachte ich. Aber falsch gedacht Jasmin,
denn die Beiden kamen von da an täglich her. Ich lag grade auf dem
Rasen als der Jüngere von Beiden zu mir kam und fragte ob ich Lust
hätte mit ihm und seinem Bruder Fußball zuspielen. Mein erster
Gedanke dabei war: „Lass mich in Ruhe, Kleiner“ , bis ich sein
Lächeln sah und schließlich nach gab...zum Glück.



Es
dauerte nicht lange bis wir gute Freunde wurden. Gute Freunde für
ihn doch für mich war da mehr nur habe ich mich nie getraut ihm auch
nur ein Wort über meine Gefühle für ihn zusagen. Es wäre besser
so gewesen, da ich unsere Freundschaft nicht kaputt machen wollte.
Wir trafen uns seit dem täglich auf dem Spielplatz, doch irgendwann
kam er nicht mehr...


Ich
wartete immer vergeblich zwei Stunden auf ihn. Doch dann km der Tag
der Tage. Es regnete stark und ich hatte zudem meinen Regenschirm
Zuhause vergessen, tja schön dumm was? Nach langer Zeit hielt mir
jemand einen Regenschirm hin....es war Erik, der Ältere von Beiden.
Mir wurde ganz warm ums Herz, denn sein kleiner Bruder würde auch
jeden Moment kommen....


Erik
sah mich an jenen Tag mit trüben Blick an: „Er wird nicht kommen
Jasmin. Dabei liebte er dich so sehr.“
Anfangs dachte ich er
scherzte, doch seine Mine wurde immer trauriger:“ Er ist tot
Jasmin, verstehst du to...“
. Er konnte es nicht weiter aussprechen
zu groß war sein Schmerz über diesen Verlust. Ich nahm seine Hand
und versuchte ihn zu beruhigen um ihn nicht mehr weinen zusehen, doch
stattdessen fing ich auch zu weinen an. Erik kniete sich hin und nahm
mich in den Arm. Beide standen wir nun weinend da und es war uns egal
ob uns jemand sehen konnte. Sie würden eh nur denken, dass es der
Regen sein denn der Schirm lag schon längst auf dem Boden....


8
Jahre ohne ein Wiedersehen sind vorüber gegangen. In all den Jahren
konnte ich die Beiden nicht vergessen. Einer von ihnen war meine
erste große Liebe und der Andere ein guter Freund....


Es
geschah eines Tages ganz plötzlich, da trat Erik wieder in mein
Leben. Ich schrieb zu diesem Zeitpunkt mit einer sehr guten
Chatfreundin, als ich nebenbei eine weitere Nachricht erhielt nur war
diese nicht von ihr: „Konntest du in den 8 Jahren vergessen was in
unserem Leben geschehen ist? Ich konnte es nicht, denn eine geliebte
Person zu verlieren ist verdammt schwer zu ertragen. All die Zeit
habe ich mich gefragt was wohl aus dir geworden ist, Jasmin. Unser
gemeinsames Schicksal, welches leider nicht gut für uns endete?
Liebe Grüße Erik.“




Da
war er wieder und ohne dass ich es wollte kamen alle Erinnerungen
zurück. Erik ist also Neles großer Bruder...wie klein die Welt doch
sein mag. Seit dem Tag schreiben wir täglich und haben uns in den
Ferien auch manchmal getroffen. Auch wenn ich die Gefühle zu seinem
Bruder nicht vergessen habe, so empfinde ich von Zeit zu Zeit mehr
für Erik.


„Damals
ist damals und heute liebe ich Ihn, ohne den Anderen dabei aus meinem
Herzen zu lassen. Der eine Platz gehört für immer und ewig dir...“



Ende von "About Life"


Das war jetzt mal eine etwas andere Geschichte...mehr traurig als lustig.

Wie fandet ihr sie?

Was hätte ich damals besser machen sollen?
(bis auf die Rechtschreibung, die lässt immer noch zu Wünschen übrig)

Wollt ihr Bilder die ich zu der Story gezeichnet habe sehen?
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