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 Kyles Story

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Eiki
Meisterklassen Schüler
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BeitragThema: Kyles Story   Fr 01 Jun 2012, 00:28

Ich wage es nun einfach mal und packe eine meiner Storys hier ins Forum ^^ Irgendwer muss ja mal den Anfang machen.
Vorerst hab ich nun vier Kapitelchen. Ich habe noch vier weitere in Arbeit und weitere Ideen im Hinterkopf ^^
kann sein, dass es zu Beginn nicht ganz so spannend erscheint, vorallem da der Mainchara noch ein kleiner Junge ist, aber es wird... hoffentlich xD
Ich bin glaube ich kein großes Schreibtalent, doch ich hoffe es gefällt euch trotzdem ^-^

In übrigen, achtet auf Datum, Jahr und so.. es gibt nämlich teilweise ziemliche Zeitsprünge ^^


01 Wo bin ich?
Sonntag, 12. März 2000 14:00

Mir war unglaublich Kalt und ich wusste nicht wo ich war. Es roch nach nasser Erde und ich Spürte wie kalte Wassertropfen auf mich vielen. Viel konnte ich nicht erkennen, nur dass um mich herum ein großer Rasen war und Bäume. Ich versuchte mich aufzusetzen um mir ein genaueres Bild von der Umgebung machen zu können, doch ich hatte keine Kraft. Das Geräusch von Tropfen die auf Bäumen und Gestrüpp landeten erklang in meinen Ohren wie ein einsames Echo.
"Schatz schau mal! Da liegt ein kleiner Junge!", rief eine aufgeregte Frauenstimme. Ich hörte wie schnelle schritte durch das nasse Graß auf mich zukamen.
"Kleiner, was ist mit dir, kannst du mich hören?", Dieses mal war es eine Männerstimme die ich hörte. Ich spürte wie eine Hand mein Handgelenk berührte, dann eine zweite Hand mein Gesicht. Ich versuchte zu antworten, doch es gelang mir nicht. Plötzlich nahm der Mann mich hoch. "Er lebt, doch sein Puls ist schwach. Ich bringe ihn schnell ins Krankenhaus", Sagte er und ich spürte wie er plötzlich losrannte.
Ich versuchte erneut etwas zu sagen doch es ging nicht. Plötzlich wurde mir schwarz vor Augen.

"Junge, komm zu dir", hörte ich irgendwann eine, neue, mir unbekannte Stimme sagen". Ich öffnete meine Augen, und sah einen Mann um die vierzig Jahre, im Kittel. "Wie schön, er lebt!", rief die Frauenstimme, die ich als die von vorhin identifizieren konnte. Es war eine ältere Dame um die sechzig Jahre und neben ihr stand ein Mann, ebenfalls in diesem Alter. Ich ging davon aus, dass dies der Mann war, der mich hergebracht hatte. "Hey kleiner, mein Name ist Dr. Sato, wie geht es dir?"
Wie es mir ging? Ich wusste es nicht... Wo war ich überhaupt und woher kamen all diese Menschen? "wo bin ich?", fragte ich deshalb verwirrt. "Du bist im Krankenhaus. Wie heißt du denn? „
Ich musste überlegen. Wie hieß ich? "ich weiß nicht", erklärte ich unsicher. Ich versuchte mich zu erinnern. Doch keine Chance. Ich konnte mich an nichts erinnern. Nur daran, dass ich im Regen auf einem nassen Rasen gelegen hatte und alles nach feuchter Erde roch.

Der Arzt erklärte mir später, dass ich wohl etwas hatte, was sich Amnesie nannte, und ich mich deshalb an nichts erinnern konnte. Er sagte sie wollten versuchen meine Familie ausfindig zu machen und sie zu mir zu bringen. Ich wartete zwei Tage. Das Ehepaar das mich gefunden hatte wich mir in der Zeit kaum von der Seite. "Wie wäre es wenn wir uns gemeinsam einen Namen für dich ausdenken, bis wir deinen wahren Namen kennen, dann müssen wir dich nicht so unpersönlich mit "Junge" oder "Kleiner" anreden.", fragte mich Mirabell, die ältere Frau, mich mit ihrem stets freundlichem Ausdruck. Ich nickte vorsichtig. "Wie wäre es mit Peter", bot ihr Mann Leonard an, doch sie schüttelte heftig mit dem Kopf; "In was für einer Welt lebst du denn? Der Name ist doch total out", sagte die alte Dame und zwinkerte mir zu. Ich musste lachen woraufhin Mirabell meinte, dass ich ein ausgesprochen hübscher junger Mann war.
"Wie findest du den Namen Kyle? Das bedeutet Schönheit", fragte sie mich. Ich nickte. Der Name klang ganz cool. Leonard schien sich da nicht so sicher zu sein, lächelte auf Mirabells befehlenden Blick dann aber freundlich und meinte es sei ein schöner Name.



02 Ein neues zu Hause
Dienstag, 14. März 2000 13:00

Eine Frau, die sehr wichtig zu sein schien, ich meine sie stellte sich mit Madam Sekái vor, sprach vor der Tür mit dem freundlichen Paar und dem Arzt. Ich war neugierig und versuchte zu lauschen was sie sagten. Wenn ich nicht an diesem Monitor angeschlossen gewesen wäre, hätte ich vielleicht zu Tür gehen können.
Ich konzentrierte mich so gut ich nur konnte um zu hören was sie sagten; doch mehr als die Worte „Welt“ „Jadé“ konnte ich nicht verstehen. Ich fragte mich was das alles zu bedeuten hatte, wieso meine Eltern nicht kamen um mich abzuholen und vor allem wer ich war und wieso ich mich an nichts erinnern konnte.
Ich fühlte mich unglaublich leer. Ich konnte mich an rein gar nichts aus meinem Leben erinnern. Leonard meinte ich sei sieben oder acht Jahre, doch selbst das wusste ich nicht mehr.
Nacheinander kamen die vier Personen nun in mein Krankenzimmer hinein.
"Dein Name soll also Kyle lauten?" fragte mich die neue hinzugekommene Frau Madam Sekái. Ich nickte und schaute zu Mirabell und Leonard. Beide lächelten, doch schienen irgendwie verändert.
"Was? Was ist mit mir?" fragte ich den Arzt, "werde ich meine Erinnerungen wieder bekommen?" Dieser schien zu überlegen was er antworten sollte.
"Kyle, du scheinst nicht aus dieser Welt zu kommen", sagte Madam Sekái ernst. Bedrückt schaute ich sie an. "Nicht aus dieser Welt?" ich neigte den Kopf leicht zu Seite als ich das sagte. Sie nickte und schaute mir tief in die Augen. Ich konnte ihrem Blick nicht entweichen. Ich hatte das Gefühl, dass sie direkt in mich hinein schaute. "Du bist weder aus dieser Welt noch aus der Menschenwelt. Eine Fee bist du mit Sicherheit auch nicht… Ich sehe in dir tatsächlich keinerlei Erinnerungen, doch die frage ist wo stammst du her?" Sie sagte dies zu mir, wobei ihre Augen irgendwie ins leere zu starren schienen. "Mein Gefühl sagt mir, dass du keine bösen Absichten hast, das ist gut. Ich bin mir sicher, dass es einen Grund dafür gibt, dass du hier gelandet bist. Nichts geschieht zufällig. Bis du deine Erinnerrungen zurück hast, kannst du natürlich in dieser Welt bleiben! Es ist nicht klar, wieso du sie verloren hast. Vielleicht ein traumatisches Erlebnis, vielleicht liegt es auch an dem Aufprall in dieser Welt oder die Weltenreise an sich. Normalerweise sind nur Jadén und Feen für diese gemacht. Ich werde mich auf die Suche nach einer Gastfamilie für dich machen."
ich verstand nicht wirklich was sie da alles sagte, doch ich nickte und tat so als sei es klar.
"Er kann zu uns kommen" sagte Leonard zuvorkommend, "das heißt wenn er das will."
Ich nickte "Gerne!", sagte ich.
Madam Sekái nickte ebenfalls, so soll es dann sein.



03 Buch der Erinnerungen
Dienstag, 21. März 2000 12:00

Ich durfte Leonard und Mirabell Opa und Oma nennen, und das tat ich. Sie erzählten, dass sie einen Enkel hatten, der ein wenig jünger als war. Dieser lebte jedoch mit seinen Eltern in einer anderen Welt. Sie hatten mir alles über die Welten, die legendären Wächter und die Jadén erzählt. Auf einer Seite klang es für mich nach etwas komplett neuen, etwas was mich verwundern sollte, doch auf der anderen Seite war da so ein vertrautes Gefühl wenn ich daran dachte. Noch immer waren keiner meiner Erinnerungen zurückgekehrt. Es war an sich nicht schwierig gewesen mich an mein neues zu Hause zu gewöhnen, da ich schließlich keine die hatte wie es anders hätte sein können.
Viel schwerer viel es mir Freunde zu finden. Ich war fremd in dieser Welt, und die anderen Kinder schienen dies zu wissen und hielten abstand. Ich dachte damals, dass läge daran, dass ich keine Vergangenheit hatte, und weinte deswegen fürchterlich.
Mirabell strich mir übers haar und tröstete mich. Aus einem Regal holte ein grünblaues Buch dessen Seiten unbeschrieben waren. Mit einem edlen Füller schrieb sie Stichwörter wie Name, Geburtstag, Wohnort und vieles mehr auf. Ich schaute ihr interessiert zu.
"Hier können wir alles Hereinschreiben, was wir wollen, oder was du willst. Wir versuchen uns an das zu halten, was wir wissen. Wenn wir unsicher sind erfinden wir etwas oder lassen das Feld offen bis wir es wissen. Unsicher nickte ich, Ich verstand zu erst nicht was dies bezwecken sollte, doch Mirabell erklärte mir mit ihrer geduldigen und freundlichen Art, dass dies das Buch meiner Vergangenheit sein sollte und je mehr wir hinein schrieben, umso mehr würde ich aus meiner Vergangenheit wissen.
"Name?", fragte sie mich, woraufhin ich fragend "Kyle Prince?", antwortete. Prince war der Familienname von Leonard und Mirabell. Sie schrieb es in einer anderen Farbe nieder und fragte mich dann nach meinem Geburtstag. Ich schaute zu Boden. Sie lächelte. "Die moderne Medizin ist schon fast ein Wunder findest du nicht auch?"
Ich schaute sie verwirrt an, als sie mich das fragte. "Nun, wir wissen dass du im Oktober 1991 geboren sein musst. Somit bist du acht Jahre alt.
Den Tag konnten sie durch die Blutprobe leider nicht ermitteln. Ich habe am 26 mai Geburtstag und Opa hat am 30 Juli Geburtstag, wie wäre es wenn wir deinen Geburtstag dann am 28 Oktober festlegen?"
Ich verstand nicht ganz wieso sie den 28. Gewählt hatte, doch sie erklärte dass die 28 genau zwischen der 26 und der 30 läge. Ich stimmte zu. Im grunde war es mir egal für wann wir meinen Geburtstag festlegten, schließlich konnten wir den tag ja ändern wenn wir das wirkliche Datum wussten.
"Deinen Geburtsort wissen wir noch nicht, aber deinen Wohnort kennen wir."
Es waren viele Dinge die ich nicht wusste doch auch einiges an das ich Mich unbewusst erinnern konnte. "deine Lieblingsfarbe?", fragte sie mich woraufhin ich Lila antwortete und auch an mein Lieblingsessen konnte ich mich erinnern, wobei ich nicht ganz sicher war was den Geschmack anging; "Lamm.", sagte ich. Die alte Dame schien leicht verwundert zu sein, und ich war mir nicht sicher ob ich etwas Falsches gesagt hatte. "Mal sehen ob ich bei Ryori im Supermarkt Lamm finden kann," lächelte sie.
Ich freute mich. "danke!", sagte ich, "danke, dass du mir so hilfst!"



04 Die Legende der Dämonen
Dienstag, 22. Mai 2001 11:00

Ich saß gelangweilt auf einem Stein am Sakurasee und starrte auf das Wasser. Die rosafarbenen Kirschblüten waren mittlerweile fast alle in den See gefallen und die Bäume fingen an grün zu werden. Die Kirschblüten waren nun eher braun als rosa, und überdeckten einige stellen des Sees so, dass man das Wasser nicht einmal mehr sehen konnte.
Es war nun über ein Jahr her dass ich hier gefunden worden war, doch wirkliche freunde hatte ich noch nicht gefunden. Einige Kinder, aber vor allem viele Erwachsene und ältere machten einen großen Bogen um mich herum. Mirabell regte sich unglaublich darüber auf und hatte sich deswegen sogar schon mehrfach bei Madam Sekái beschwert. Diese hatte dann zwar versucht den Leuten klar zu machen dass ich nur ein Junge sei, und niemanden etwas tun würde, doch aus irgendeinen Grund hatten sie angst vor mir. Ich warf mit voller wucht einen Stein ins Wasser.
"Normalerweise haben nur Jadén und Feen die Möglichkeit durch Welten zu reisen.", begann eine bekannte stimme hinter mir. Ich drehte den Kopf ein wenig zur Seite und sah wie Leonard seine Hand auf meine Schulter legte.
"Die Bewohner machen sich sorgen weil es vor cirka fünfzig Jahren eine Gruppe Dämonen gab, die ebenfalls durch Welten reisen konnten. Diese waren wie du, Wesen die eines Tages in menschlicher Gestallt hier aufgetaucht waren. Sie waren erwachsen, nicht wie du ein Kind, doch auch diese konnten nicht in ihre Welt zurückkehren. Es war Madam Sekáis Onkel der damals die Leitung dieser Welt hatte. Er war ebenso herzensgut wie seine Nichte und lud die fremden ein hier zu leben. Doch diese hatten ihre In-Dieser-Welt-Gestrandet-Geschichte nur erfunden und nutzten die Freundlichkeit von Satoshi Sekai aus, um diese Welt in ihre Hände zu bekommen. Es begann ein schrecklicher Kampf der viele Opfer verursachte. Die Jadén schafften es zum Schluss die elf Dämonen zu besiegen.
Heute wird nur ungern darüber geredet. Ich hatte überlegt es dir schon vorher zu sagen, doch Madam Sekái hatte bedenken und so ließ ich es. Vielleicht kannst du den anderen Irgendwie beweisen, dass du kein Dämon bist! Jedenfalls solltest du hier nicht versteckt zwischen den Bäumen sitzen, und hoffen, dass etwas passiert, geh zu den Kindern und rede mit ihnen."
Ich schüttelte den Kopf ein wenig, stand auf und ging schweigend davon.
Später bekam ich ein schlechtes gewissen, weil ich Opa einfach stehen gelassen hatte.
Ich beobachtete die anderen Kinder von einem Baum aus. Sie spielten Fußball oder so. Ich hatte bisher zwei Versuche gestartet gehabt, welche beide in die Hose gegangen waren. Die Jungs die ich angesprochen hatte, wollten oder durften nicht mit mir reden und gar nicht erst spielen. Ich traute mich nicht erneut zu fragen... Und so saß ich Tag für Tag allein und beobachtete einfach wie die anderen Kinder zusammen spielten.

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Zuletzt von Eiki am So 18 Nov 2012, 17:15 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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Tama
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BeitragThema: Re: Kyles Story   Sa 09 Jun 2012, 23:28

folgt eine fortsetzung?
ich finde das echt spannend und gut geschrieben
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Eiki
Meisterklassen Schüler
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BeitragThema: Re: Kyles Story   So 17 Jun 2012, 17:20

05 Freunde
Freitag, 8. Juni 2001 13:00

Es war ein Tag wie jeder andere, jedenfalls dachte ich das.
Oma gab mir ein paar Brote mit, als ich zum spielen nach draußen ging.
Ich ging zu meinem Lieblingsbaum, auf dem ich mittlerweile ein paar Bretter befestigt hatte und schnitze an meinem Bogen weiter den ich vor einigen Tagen angefangen hatte. Die Jungs die meist auf der Wiese Fußball spielten waren heute nicht da, umso mehr erschrak ich, als plötzlich Jemand zu mir nach oben rief.
"Ist da oben Jemand?"
Ich versuchte mich ruhig zu verhalten.
"Hallo?", erklang die Stimme erneut. Es war die Stimme eines jungen. Ich hätte am liebsten gerufen "Hey, ja das ist mein Geheimversteck, komm doch hoch, dann können wir zusammen spielen!", doch das hätte ich nie über meine Lippen gebracht. Ich war jedoch neugierig und näherte mich deshalb mehr und mehr dem Rand des Brettes auf dem ich saß, um davon nach unten schauen zu können.
In dem Moment wo ich meinen Kopf vorsetzte, stieß ich gegen etwas hartem. „Auu!“ Ich rieb mir den Kopf und schaute wo ich diesem gegen gestoßen hatte.
"Waah" ertönte es und auch ich erschrak und gab einen laut von mir. Es war der Kopf des Jungen gewesen, der gerufen hatte, er war hinaufgeklettert und starte mich nun an. Ich sagte nichts, und wich ein wenig zurück. "Das ist aber ein cooles Versteck", sagte der Junge, "darf ich rauf kommen" ich zögerte kurz, doch nickte dann stumm. "Ich heiße Shiro und wer bist du?" fragte er nun, offen und freundlich.
Ich schaute ihn leicht erstaunt an, nahm mich dann aber zusammen und bekam meinen Namen heraus, wenn auch nur recht leise, aus angst er würde gleich abhauen wenn ich ihn ausgesprochen hatte.
"Du bist also Kyle?", du siehst gar nicht aus als seihst du böse", sagte Shiro während er mich begutachtete. Dann schaute er zu Boden, als hätte er nun erst bemerkt was er gesagt hatte. "Tut mir Leid...", sagte er dann, "hast du das hier gebaut?" Ich merkte dass er versuchte das Thema zu wechseln und ich sah Neugier in seinen Augen sowohl was diese versteck anging, doch garantiert mehr was mich anging. ich nickte ihm zu, bekam noch immer nur schwer ein Wort heraus.
Wieso lief er nicht weg oder beschimpfte mich, wie es die anderen Jungen taten, mit denen ich gesprochen hatte?
"Hier fehlen noch Wände und ein Dach“, setzte Shiro an, „Dann hast du ein Baumhaus! Es ist aber so schon cool"
"Hast du denn keine Angst, dass ich einer von diesen bösen Dämonen bin?", fragte ich endlich.
Er schaute mich verwundert an, dann sagte er, dass ich nicht böse aussah, und dass er dem vertraute, was er sah. "Das einzige was ich sehe ist ein Junge, der irgendwie einsam wirkt... Wollen wir Freunde sein?", fragte er mich daraufhin.
Ich starrte ihn an. Mein herz machte Luftsprünge, jedenfalls schlug es ganz schnell.
"Gerne!" antwortete ich zügig, voller Freude.

In den folgenden Wochen und Monaten spielten wir fast täglich zusammen. Wir begannen die Baumplattform zu erweitern und ein richtiges Baumhaus zu bauen. Ich war unglaublich froh darüber endlich einen Freund gefunden zu haben. Ich stellte Shiro meinen Großeltern vor, doch dieser stellte mich nicht seiner Familie vor. Er hatte es nie gesagt, doch im Grunde wusste ich, dass seine Eltern ihm untersagt hatten mit mir zu spielen. Es waren weniger die Kinder die angst vor mir hatten, hatte Oma mir erklärt, sondern eher die Eltern. Die wenigsten lebten zu dem Zeitpunkt hier, als die fremden aufgetaucht waren, somit ging sie davon aus, dass es einige der älteren waren die die Panik verbreitet hatten. Dass sie Madam Sekai nicht glaubten hing scheinbar damit zusammen, dass diese die Nichte des damaligen Leiters war, der auf die Dämonen hereingefallen war. Ich fand es zwar schade, dass ich nur heimlich mit Shiro spielen konnte, doch Hauptsache ich hatte einen Freund. Es tat mir leid, dass er seine Eltern wegen mir hintergehen musste, doch ich traute mich nicht darüber zu sprechen und so blieb es ein Geheimnis, dass ich von seinem Geheimnis wusste.

06 Ausflug zur Hauptinsel
Samstag, 16. März 2002 13:00

Es war ein sonniger Samstag. Mit der Fähre fuhren Shiro und ich herüber zur Hauptinsel. Beide wohnten wir in dem großen Wohnbezirk auf einer Insel, westlich von der Hauptinsel, auf welcher sich die Schule und das große Einkaufsviertel befanden. Auf der Westinsel befanden sich neben den vielen Wohnhäusern nur wenige Kleingeschäfte und ein riesiger jungelartiger Wald, der für die gute Luft in dieser Welt sorgte.
"Was hast du deinen Eltern eigentlich gesagt, warum du deinen Geburtstag nicht mit ihnen verbringen wolltest?", Fragte ich neugierig, aber auch besorgt. Noch immer wussten Shiros Eltern nicht, dass wir beide befreundet waren. Shiro lächelte "Na die Wahrheit!"
Ich schaute ihn perplex an, woraufhin er erneut auflachte: "Dass ich lieber mit einen Freund was machen wollte, als mit ihnen Kuchen zu essen." erklärte er. "Achso? Und das war für die in Ordnung?"
Er lehnte seinen kopf skeptisch zur Seite. "naja, sie meinten, mein Freund, könnte ja mit Kuchen essen, doch das hab ich ihnen schnell ausgeredet!"
Ich seufzte. Zum teil vor Erleichterung doch auch aus Sorge... Wie lange konnte das noch gut gehen.
Ich versuchte positiver zu denken. Neun Monate war es ja nun schon gut gegangen.
Das unfaire war im Grunde, dass die meisten Menschen oder Jadén, sich an mich gewöhnt hatten und kaum noch etwas sagten, lediglich ein paar Ausnahmen meinten noch ich sei ein Dämon und ausgerechnet Shiros Eltern, gehörten zu dieser Ausnahme.
"Jetzt sei nicht so besorgt! Das ist mein Geburtstag, lass uns spaß haben!" schimpfte Shiro spöttisch. Ich blickte auf und stimmte lächelnd zu.
Ich lud das Geburtstagskind auf ein Eis ein, danach gingen wir in den Spielzeug,- und Hobbyladen, wo Shiro sein Geburtstagsgeld auf den Kopf hauen wollte.
"Endlich habe ich genug Geld für einen Gameboy zusammen!", jubelte er. Wir saßen eine Weile am Sakurasee und zockten das neue Game. Zu dieser Zeit war der Sakurasee der schönste ort dieser Welt, das schien nicht nur ich so zu finden, denn viele Jadėn und Feen saßen um den See herum.
"Bald bekommen wir auch unsere Feen", sagte Shiro, als er bemerkt hatte, wie ich diese beobachtete.
Ich schaute zu Boden. "Ich wohl eher nicht…", sagte ich.
"Oh, tut mir leid.. Ich habe ganz vergessen dass…"
"Schon in Ordnung", unterbrach ich ihn, denn ich wusste was er sagen wollte. "Ich bin froh, dass ich überhaupt die Schule besuchen darf"
Shiro nickte, packte seinen neuen Gameboy weg und stand auf. Lass uns mal langsam nach Hause gehen.

"Waaaaas? Geil das hat der gesagt?"
Ich konnte mich vor lachen kaum halten. Die ganze Rückfahrt mit der Fähre waren Shiro und ich nur am lachen.
Die Fähre war gerade angekommen und wir gingen Redend nach draußen.
"Ja hat er, und dann meinte mein Onkel nur er solle den mMnd nicht so weit aufmachen und grinste mich die ganze Zeit an, so wie du gerade!", lachte Shiro.
"Hah! Kaum zu glauben" lachte ich weiter. Doch mein Lachen verstummte als mich plötzlich zwei unglaublich wütende, schon fast böse Augen anstarrten.
Shiros Gesichtsausdruck erfüllte sich voller Angst und Unsicherheit als er in die Augen seines Vaters sah, der direkt vor uns stand.
"Vater?! Ich... Ich kann es erklären!.. Es ist nicht"
"Da gibt es nichts zu erklären!" Unterbrach der zornige Mann seinen stotternden Sohn. "Wir haben dir untersagt mit dem da zu verkehren", er sagte dies voller hass.
"Ich..." ich wollte mich verteidigen, doch Shiro sandte mir einen Blick zu der sagte ich solle gehen.
Ich zögerte doch Shiro ließ den Blick nicht los und so lief ich, so schnell ich konnte, nach Hause.

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Eiki
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BeitragThema: Re: Kyles Story   Fr 16 Nov 2012, 22:55

07 Wieder Allein
Freitag, 10. Mai 2002 15:30

Ich ging Richtung Baumhaus.
Ich fühlte mich seit Wochen wieder so leer, wie ich es getan hatte als ich damals hier aufgetaucht war. Ein kleiner Stein der auf dem Weg lag wurde von mir weggekickt.
Shiro bekam nach dem 16 März, seinen Geburtstag und dem Tag wo sein Vater uns erwischt hatte, Stubenarrest. Erst zwei Wochen später fand ich einen Brief bei mir im Baumhaus, worin er geschrieben hatte, wie Leid ihn das alles tat, doch dass es besser wäre wenn wir uns erstmal nicht sehen würden, da sein Vater nun ein verschärftes Auge auf ihn hielt.
Ich wollte Shiros Eltern beweisen, dass ich kein Monster war... Doch wie? Tage, Wochen hatte ich nun darauf gewartet dass Shiro wieder kam.
Er hatte geschrieben ich solle nicht zu ihm kommen, und dass er Ärger vermeiden wollte...
Ich kletterte zum Baumhaus hoch und schaute zur Wiese rüber wo, wie so oft, einige Jungen Fußball spielten.
Mittlerweile finden mich viele ja gar nicht mehr so schrecklich, dachte ich und beschloss, nach einem kleinen inneren Kampf, die Jungs anzusprechen.
Ich nahm all meinen Mut zusammen und stolzierte zu ihnen. Mein schlechtes Gewissen nagte an mir, und sagte mir, dass ich Shiro doch nicht einfach ersetzen konnte, doch das hatte ich nicht vor... Mir war lediglich noch nicht klar wie ich ihn zurückholen konnte, und ich hatte es satt allein im Baumhaus zu sitzen und auf ihn zu warten.
Die drei Jungs, die Fußball spielten bemerkten mich, als ich näher kam. Ich brachte ein verstörtes "Hi", zustande und freute mich, als diese ebenfalls grüßten. "Kann ich... Vielleicht mitspielen?", brachte ich heraus.
Die Jungs tauschten ihre Blicke aus und nickten dann.
Es war viel besser verlaufen als ich erwartet hatte.

Die Jungs redeten nicht viel, konzentrierten sich eher auf den Ball. Es war mir recht, so konnten sie wenigstens nicht nach meiner Herkunft oder so fragen.
Wir spielten eine Weile zu viert, zwei in den Toren, welche aus einem Busch und einem Wäschekorb bestanden, und zwei im Feld. Ich stand im Tor, und versuchte, unverkennbar schlecht, den Ball davor zu bewahren in den Busch zu fliegen.
"Was sind das denn für Waschlappen?", kam es von einem recht großem Jungen, der hinzugekommen war. Er schien ein wenig Älter zu sein als wir und schien zudem auf ärger zu stehen. Hinter ihm folgte ein zweiter Junge derselben Sorte, lediglich etwas breiter...
Die drei Jungs die eben noch so fröhlich mit dem Fußballspielen vertieft waren, schienen nun wie ausgewechselt. Scheinbar kannten sie die beiden.
Der eine der beiden Raudijungs pöbelte die drei Jungs an, was diese sich einbildeten ohne Absprache hier zu spielen. Die drei Jungs schwiegen ängstlich.
Ich mischte mich ein. Ich war plötzlich voller Energie und voller Wut. "Ihr solltet aufhören so zu tun als sei dies euer Grundstück!", sagte ich mit lauter Stimme". Die beiden lachten höhnisch.
"Du bist doch dieser Kyle nicht wahr? Der Dämon, der hier aus Versehen gelandet ist." Sagte der große und packte mich am Kragen meines T-shirts. Dem „aus Versehen“ verlieh er ein Fragezeichen.
"Ach du schreck, der Dämon? Davon hat mir meine Mama erzählt" "Ich frage mich was schlimmer ist, die beiden da oder er", hörte ich zwei der Jungs tuscheln. "Wir sollten lieber verschwinden", meinte der dritte von ihnen dann, als er sah wie der fette seine Hand zum schlag auf mich ausholte. Sie rannten davon.
Ich biss meine Zähne zusammen, versuchte jedoch stark zu wirken und mir meine Angst und Enttäuschung nicht anmerken zu lassen. "Das sind ja tolle freunde, grinste der lange schadenfroh und gab dem fetten ein befehl zum zuschlagen. Ich blickte diesem durchdringlich in die Augen. Er schien daraufhin ins Zögern zu kommen. "Was bist du denn für ne Memme?", fragte der andere scharf und schleuderte mich zu Boden.
"Und du, du Möchtegern Monster, solltest lieber von hier verschwinden! Sonst siehst du gleich wirklich aus wie ein Monster"
Ich wischte den Dreck aus meinem Gesicht und starrte die beiden an. In mir tobte es. Ich Spürte geradezu wie mein Herz raste. Es war als ob etwas Wildes in mir tobte. Ich konnte mich kaum beherrschen, wollte die beiden am liebsten in stücke reißen. Doch ich erschrak als ein tiefes knurren ertönte, und noch mehr erschrak ich, als ich realisierte, dass ich dieses knurren von mir gegeben hatte.
Die beiden Schläger bekamen Panik und rannten davon.
Ich viel auf alle viere. Starrte auf meine Hände, die abgesehen von dem Dreck und der Erde, aussahen wie immer... Was war das? War ich wirklich ein Dämon? Ein Monster?
Ich versuchte den Gedanken ganz weit weg zu schieben.
Plötzlich kam ein kleines Mädchen aus dem Gestrüpp angelaufen. Sie hatte das Schauspiel scheinbar beobachtet und kam nun zu mir herüber. Ihre blicke zeigten im ersten Moment keinerlei Angst, doch dann starrte sie mich entsetzt an.
Ich tastete unsicher in meinem Gesicht. War ich doch ein Monster? Doch alles war beim alten.
"Du blutest ja..." sagte die kleine leise.
Sie trat näher und nahm ein Taschentuch aus ihrer Jackentasche. Dieses tupfte sie zärtlich über mein Gesicht.
Ich schaute sie verwirrt an.
Sie war vielleicht vier oder fünf, garantiert hatte sie nicht verstanden was sie soeben gesehen hatte, und somit waren die einzigen zeugen dieses Geschehens die beiden Typen, die sicher eh nichts sagen würden, da sie Sonst ja zugeben müssten dass sie wehrlose Kinder angegriffen hatten.
"Ich heiße Luna, und wie heißt du?" fragte mich das kleine hellblonde Mädchen. Ich zögerte
"uhm ich bin ka.."
Sie schaute mich fragend an als ich stoppte. "Kai.. Ja genau.. Und ich muss nun Weg.", Ich schob die kleine zur Seite und ging zielstrebig nach Hause, wo ich garantiert genug fragen beantworten durfte, so wie ich aussah.



08 Schulstart
Sonntag, 14. Juli 2002 12:00

Sehnsüchtig, doch auch etwas unsicher, zählte ich die Tage bis zum 15 Juli. Der Tag an dem sich hoffentlich alles für mich ändern würde!
Ich durfte zu einem Jadé ausgebildet werden.
Morgen war es soweit! Da würde die Schulausbildung beginnen, und auch Shiro würde ich wieder sehen.
Der Schmied Kinzuko schmiedete eine Elementarkugel für mich, welche er mit der Magie eines Drachen anstelle der einer Fee füllte. Der junge Drache sollte mein Begleiter werden. Bisher war er so klein, dass er auf meinem kopf sitzen konnte, doch schon bald sollte es anders herum möglich sein.
Ich gab ihm den Namen Nagareboshi.
"Hier hast du deine Elementarkugel, sie enthält das Element Magie. Pass gut auf sie auf!", sagte Kinzuko.
Ich stand bei ihm in der Schmiede. Mein breites lächeln konnte ich kaum unterdrücken.
Der schnurbartige Mann klopfte mir herzlich auf die Schulter.
Du wirst bestimmt ein guter Jadé", sagte er lächelnd, "Versprich mir dich nicht unterkriegen zu lassen!"
"Velen Dank", sagte ich höflich, nickte noch einmal, verabschiedete mich und war dann schon auf dem Weg nach draußen.
Meine Schuluniform hatte Oma schon Anfang letzter Woche besorgt. Es war ein lilanes T-shirt mit einer weisgrauen Jacke und einer schwarzen Hose. Es passte alles super zusammen und ich freute mich so unglaublich auf morgen
Ich fragte mich ob ich jemals ein guter Jadė sein würde und mein Element Magie beherrschen konnte, doch wieso sollte ich es nicht können? Ich musste einfach dran glauben!

Und so kam der tag, auf den ich so sehnsüchtig gewartet hatte.
Oma und Opa brachten mich mit Gepäck und allem was ich brauchen sollte zur Schule wo ich direkt von einem Vertrauensschüler in den Jungenschlafsaal gebracht wurde.
Ich verabschiedete mich bei dem liebenswürdigen Ehepaar, denn von nun an würde ich hier, in der Jadénschule auf der Maininsel leben. Natürlich wollte ich Leonard und Mirabel so oft wie möglich besuchen, denn sie waren für mich in den zwei Jahren meine wirkliche Familie geworden.
"Kyle!!!" hörte ich eine vertraute stimme rufen. Es war Shiro, der mir direkt entgegen kam. Er war hier, und wir wohnten von nun an sogar im selben Schlafsaal.
"Ich habe das Blitz Element! Und in übrigen darf ich dir meine Fee Raidon vorstellen?!"
Ein Feenjunge mit kurzen Wuschelhaaren begrüßte mich freundlich.
Ich deutete auf meinem Kopf. "Das ist mein neuer Begleiter Nagareboshi oder einfach Nabo, er ist ein junger Drache und mein Element ist nun Magie", erklärte ich.
Die Wiedersehensfreude jedoch, hielt nicht allzu lange an, denn Shiros Mutter bekam mit, dass ich hier war und beschwerte sich bei Madam Sekai.
Shiro und ich lauschten heimlich was die zwei beredeten, und es gab eine gehörige Diskussion zwischen den beiden.
"Wie können sie die Schüler nur solch einer Gefahr aussetzen?! Ich werde nicht zulassen dass mein Sohn mit diesem Dämon zur Schule geht!"
"Nun machen sie aber mal halblang meine gnädigste! Dieser Junge, ist mit Sicherheit keine Bestie! Ich habe ihn die letzten zwei Jahre beobachtet, und das einzige was er sich wünscht sind ein wenig Anerkennung und Vertrauen! Ich weis nicht wer ihnen diesen Floh ins Ohr gesetzt hat, doch Kyle wird keinem etwas tun. Der Junge hat mein vollstes vertrauen und ich verbiete es mir, dass sie so abwertig über ihn reden.
Der Junge hat die Erlaubnis hier zur Schule zu gehen, und dabei bleibt es! Sie sollten ihm eine Chance geben, bevor sie ihn verurteilen!"
Fertig war Madam Sekai damit. Die alte Dame ließ Shiros Mutter stehen und gesellte sich zu einigen anderen.
"Das hat gesessen!", jubelte Shiro leise.

Seine Mutter musste sich das, was Madam Sekai gesagt hatte, zu Herzen genommen haben, denn einige Zeit darauf hatte sie mich aufgesucht und sich für ihr verhalten entschuldigt. Ich weiß nicht wie ernst sie es wirklich genommen hatte, doch ich wollte die Chance auf jeden Fall nutzen, um ihr zu beweisen dass ich kein Dämon war!

Nun konnte mich nichts mehr aufhalten! Ich wollte allen zeigen, dass ich guter Jadé werden würde!



08 Lustiges Wochenende
Freitag, 19. Juli 2002 15:00

Unser Klassenlehrer war Sensei Tenkano. Er unterrichtete uns in Kampfkunst, Schwertkampf, Sport und Weltenkunde.
Er war ganz cool aber auch recht streng und wir hatten in dieser ersten Woche schon viele Hausaufgaben bei ihm aufbekommen, doch heute verschonte er uns, und sagte wir sollten das Wochenende genießen.
Ich verstand mich mit den Leuten aus meiner klasse ziemlich gut und keiner sagte irgendwas bezüglich des Dämons. Einige fragten zwar wieso ich keine Fee hatte, doch es schien nicht negativ zu sein, und alle fanden dafür meinen Nabo unglaublich niedlich.
Ich fühlte mich sehr wohl in der Klasse und dieses Wochenende wollten wir Jungs aus unserem Schlafsaal ein Zockerwochenende mit Pizza Chips und Co. machen.
Im Grunde konnte das ja nur zu Bauchschmerzen führen doch das juckte keinen von uns.
Nick besorgte von seinem älteren Bruder, der schon in der Meisterklasse war, einen Fernseher und die Spielekonsole und in der Kantiene überredeten wir die freundliche Köchin Nana-San uns Pizza zu machen. (…)

So fing unser teilweise anstrengendes aber auch sorgloses und immer lustiges Leben als Schüler auf Naisho no Sekai an!



09 Filler… bisher noch nicht geschrieben xD folgt irgendwann ^^“
(Soll einfach noch mal verdeutlichen wie gut sich Kyle, Shiro, Nick und co verstehen. Außerdem ist Kyle mittlerweile viel sorgloser geworden und denkt nicht mehr viel darüber nach, wie es war als er auf NnS ankam.)



10 donnerwetter
Samstag, 01. November 2004

Im Grunde hatte der Tag begonnen, wie die meisten Samstage. Ich lag bis Viertel nach zwölf im Bett und hätte Kenshin mich nicht geweckt, wäre ich bestimmt auch dann nicht aufgestanden.
Ich raffte mich also auf und ging ins Bad.
Wit hatten eigentlich vor, heute zur Tropeninsel zu fahren, doch Nick stürmte mit der Nachricht ins Zimmer, dass wir uns das heute abschminken konnten.
"Was ist denn los?", fragte Shiro den aufgebrachten Nick.
"Auf der Tropeninsel ist das Gewitter des Jahres ausgebrochen! Dort ist das Klima ja anders als hier, und selbst wenns hier nur bewölkt ist, dort regnet, hagelt und gewittert es, wie ein Weltuntergang!
"Na super, dann habt ihr mich ja umsonst geweckt...", nörgelte ich etwas und setzte mich auf mein Bett.
Kenshin verdrehte daraufhin die Augen und ging hinaus.
"Super Kyle nun hast du Ken verjagt!", lachte Shiro und setzte sich neben mich. "Ja, sorry, aber ist doch so!"
"Jemand Lust mit in die Stadt zu kommen?", fragte Nick in die kleine runde.
Ich schaute Shiro fragend an, und er nickte.
"Warum nicht, haben eh sonst nichts zu tun", sagte er
"Stimmt, und nun bin ich ja auch wach", gab ich grinsend dazu.
Die anderen beiden, die noch da waren, hatten keine Lust, und so gingen Nick, Shiro und ich allein los.
"Verdammt ich habe mein Geld noch im Spint liegen! Ich renne schnell hoch und hole es!", rief ich den anderen zu, und rannte zur Schule. Die Schlafsäle und Schule waren in einem großen schlossartigen Gebäude, und das Geld hatte ich am Vortag gebraucht und hatte es dann nur neben der Klasse in meinen Spint eingeschlossen.
Ich sprintete zu unseren Klassenräumen, und zu den Spinten.
Als ich meinen allerdings öffnete kam mir ein Zettel entgegen. Den hatte wohl Jemand hinein geschoben…
Ich nahm das Geld, verschloss den Spint wieder und öffnete den zusammengefalteten Zettel.
"Samstag, vierzehn Uhr, am Felsvorsprung"
Das waren die Worte die auf dem Zettel geschrieben waren.
War das eine Herausforderung?
Ich zeigte den Zettel Shiro und Nick, welche direkt Meinten ich hätte eine Verehrerin.
"Hah! Du wirst ja knallrot!!", lachte Nick.
"Nick!? Das stimmt doch gar nicht!!", versuchte ich mich zu verteidigen, "und wenn es doch eine Herausforderung ist?" fragte ich verunsichert.
"Nimm ein Schwert und eine Rose mit, dann bist du auf jeden fall für beides ausgerüstet!", meinte Nick lachend. Sehr guter Rat wie ich fand, Nick dachte irgendwie an alles!
Shiro wirkte irgendwie bedrückt, versuchte sich zwar nichts anmerken zu lassen.
Ich fragte mich was in seinem kopf vorging, war es weil ich vielleicht eine Verehrerin hatte und er nicht?
"Geh lieber nicht hin", hörte ich Shiro leise murmeln"
"Warum denn?", fragte ich und bemerkte seinen Ausdruck. Diesen Ausdruck in den Augen den ich das letzte mal zu seinen neunten Geburtstag sah, als seine Eltern..."
"Sag bloß du bist eifersüchtig, weil Kyle eine Verehrerin hat und du nicht!", unterbrach Nick meine Gedanken
"Was? Eifersüchtig? Warum sollte ich?!", sagte Shiro wütend.
Etwas Wahres musste dran sein, denn so reagierte Shiro sonst nie. Er ging einfach davon und ließ Nick und mich stehen.
So kannte ich Shiro nicht, ich fragte mich was los war und es tat weh sich vorzustellen dass unsere Freundschaft wegen so etwas kaputt gehen könnte.
Nick ließ wegen des Zettels allerdings nicht locker und so ging ich um 14:00 Uhr zum Felsvorsprung.
Ich war da, doch ich war allein. Mehr oder minder jedenfalls, Nick stand weiter hinten, versteckt hinter einem Baum. Er sagte zwar, er wolle weggehen, doch ich Spürte seine Aura...
Zuerst war mein Gedanke, dass der Zettel nur ein dummer Scherz war, und keiner kommen würde, doch dann Spürte ich eine Aura, die sich näherte.

Blende ☆ Shiros Sicht
Warum regte mich den Kommentar von Nick so auf?
Ich verdrängte diese Grübeleien und dachte erneut an den Brief. Sollte es ein Verehrerbrief sein, so stammte er auf jeden Fall nicht von einem Mädchen, und auch ein Junge würde so etwas doch liebevoller schreiben, oder etwa nicht? Ein ausgerissenes stück Papier, eine Sauklaue die man nur mit Mühen lesen konnte und dann der Inhalt. Das war mit ziemlicher Sicherheit eine Kampfansage und keine niedliche Verehrerin die sich mit Kyle treffen wollte.
Ich merkte überrascht wie ich erleichtert aufatmete, doch eigentlich hatte ich nun noch viel eher Grund zur sorge!
Ich muss ihm helfen, irgendwas stimmt hier nicht!

Blende ☆ Kyles Sicht
Mein gegenüber kannte ich. Es war einer dieser Schläger von damals.
"Mutig von dir, das du gekommen bist!", sagte er mit einem aggressiven Unterton.
"Was willst du?"
"Tja... Ich bin stärker geworden und ich möchte diese Welt vor dem verderben bewahren! Du bist ein Dämon, das wissen sowohl du, als auch ich!"
Ich konnte mich noch genau an das geschehen von damals erinnern, doch wusste ich bis heute nicht was mit mir passiert war.
"Du willst mich also loswerden?"
"Du hast es geschnallt!"
Und mit diesen Worten lief er auf mich zu und verpasste mir einen Schlag.
Ich wich aus, so dass seine Faust, statt mein Gesicht, die Schulter rammte, und entgegnete seinen Angriff mit einem Schlag in sein Gesicht.
Es ging ein wenig hin und her, er war stark, doch nicht sehr schnell. Schnell und flink war ich dagegen und konnte deshalb gut ausweichen.
Plötzlich schnappte mich Jemand von hinten. Ich war so konzentriert gewesen, dass ich nicht bemerkt hatte, dass der andere Typ von damals nun auch gekommen war.
Der erste Typ formte Blitze mit seinen Händen, ich versuchte mich von dem anderen zu befreien, denn ich wusste dass der erste nicht zögern würde die Blitze auf mich abzufeuern.
Mein Blick glitt rüber zu dem Baum wo Nick wie Festgefroren stand. Wieso half er mir nicht? Wir waren doch befreundet.
"Noch irgendwelche letzten Worte?"
Ich ignorierte seine Frage und löste mich dank meines Elements von dem der mich festhielt.
"Du verdammter..."
Nun hatte ich zwei von ihnen an den backen, und auch wenn ich mittlerweile ein wenig Ahnung vom kämpfen hatte, so hatten die beiden mittlerweile sicher sogar noch mehr drauf.
Blitz und Eispfeile kamen nun direkt auf mich zu, doch bevor ich ausweichen konnte, wurde ich von Jemand zur Seite gestoßen.
Es ging so schnell, dass ich nicht reagieren konnte.
Ich sah wie die Person zu Boden ging.
"Shiiirooooo!!!"
Die Blitze schlugen auf Shiros Körper ein wie das Gewitter auf der Tropeninsel und die Eispfeile waren der Hagel, von welchem Nick gesprochen hatten.
Bevor ich Shiro zur Hilfe eilen konnte, war es um mich geschehen.
Ich spürte wie mein Körper innerlich vor Wut brannte. Meine Fingernägel wurden zu Klauen und meine Zähne zu Reiszähne. Ich war voller Energie und konnte mich nicht mehr beherrschen.
Ich sprang auf die Beine und griff die beiden Typen mit schwarzer Magie an, von der ich nicht wusste, dass ich sie überhaupt beherrschte.
"Jetzt reicht es!" Es war Madam Sekai die in einer Wut geballt war, wie ich sie noch nie gesehen hatte.
Plötzlich wurde mir schwarz vor Augen.



11 Abschied
Sonntag, 02. November 2004

Als ich meine Augen öffnete, befand ich mich in einem Krankenzimmer, ich wollte mich aufsetzen, doch es ging nicht, mein Körper war schwer wie Beton. Ein Ich hörte ein klopfen an der Tür, und Madam Sekai betrat den Raum.
"Du bist also wach?"
"Was ist passiert? Warum bin ich..."
"Du erinnerst dich an nichts?" unterbrach sie mich und schaute mir tief in die Augen.
Es war wie damals, nur, dass ich in Madam Sekais Stimme eine gewisse Wut spürte.
Plötzlich sah ich alles was geschehen war in einem Schnelldurchlauf vor meinen Augen. Es war wie aus einer Außenstehenden Perspektive. Aus... Nicks sicht... Er war Eingefroren gewesen, deshalb hatte er mir nicht helfen können. Ich erinnerte mich wieder und umso mehr ich sah, umso weniger wollte ich mich erinnern.
"Was ist mit Shiro?", es war mein erster Gedanke den ich aussprach. Madam Sekai schaute zu Boden.
Mir wurde übel. Was war mit ihm? Und was war mit den anderen?
"Was ist mit ihm, mit Nick... Und habe ich die beiden anderen schwer verletzt?"
"Nick geht es gut, er macht sich allerdings starke vorwürfe weil er nicht helfen konnte... und Shiro geht es… den Umständen entsprechend, er liegt auf der intensiv Station. Er ist zwar mittlerweile bei Bewusstsein, und die Verletzungen am Körper sind zwar schwer doch auf jeden Fall heilbar, allerdings... "
"Allerdings was??!!", drängte ich die alte Frau
"Zwei der Eispfeile sind genau in seine Augen geschossen worden... Shiro hat... Er hat sein augenlicht verloren.
Ich war schockiert, am Boden, ich zitterte am ganzen Körper und an meiner linken Hand fuhren erneut Krallen heraus. „Wären diese beiden...“ Mir vielen keine passenden Worte ein, „Sie Shiro das angetan hatten, hier...“ Ich wünschte Madam Sekai wäre nicht gekommen, dann hätte ich sie zerfetzt!
"Was ist mit den beiden die das getan haben?"
"Sie sind heil davon gekommen, doch sie wurden als Jadėn verbannt"
"Verbannt?" ich wusste nicht ob ich das gut oder schlecht finden sollte...
"Das Problem ist, dass ich auch aufgefordert wurde, dich zu verbannen..."
"Was?! ich habe Shiro verteidigt und die Jungs haben MICH herausgefordert!!!"
"Ich weiß, und ich will mein bestes geben dich hier zu behalten, doch ich frage mich wie es dir dabei gehen würde... Jahrelang hat man dich verachtet, dann hattest du das Vertrauen aller doch ich befürchte nun werden sie dich erneut als Monster beschimpfen…"
Madam Sekais Trauer traf mich tief in meinem Herzen, und die Klauen, die sich zuvor gebildet hatten verschwanden wieder.
Madam Sekai verließ das Zimmer und mir viel auf, dass ich nie darüber nachgedacht hatte, dass die alte Frau eine schwere bürde zu tragen hatte. Sie hatte sich stets für mich eingesetzt und nun so etwas...
Ich ertrank beinahe in Trauer und Wut. mein Zorn verlieh mir erneut eine enorme kraft! Wiederholt bekam ich Krallen, und ich konnte mich plötzlich wieder bewegen. Reißzähne und Hörner wuchsen mir und egal was ich tat, ich hatte keinen Einfluss auf diese Form. Es beängstigte mich. Ich hatte Angst vor mir selbst.

Ein Blitz am Dunkelbewölkten Himmel, den ich durch das Fenster sah, traf mich wie ein innerer Ruf, es war als würde Shiro nach mir rufen und ich bekam meine alte Gestallt zurück.
Mit all meiner Kraft, die ich hatte dachte ich an Shiro und beschwor mich zu ihm.
Ich tauchte, in einem steril gehaltenes Krankenzimmer, wieder auf. Nur eine kleine Deckenlampe an der Seite des Raumes brannte, und hin und wieder leuchtete das Zimmer durch die Blitze draußen auf.

"Kyle? Bist du es? du wirst gehen, nicht Wahr"
Shiro!
Ich nickte, doch zuckte dann bei dem Gedanken, dass Shiro mich nicht sehen konnte, zusammen.
"Du bist so ein Idiot! Der angriff war mir bestimmt!" Sagte ich.. nicht laut, doch auch nicht wirklich leise.
Doch Shiro lachte. "Du bist mindestens genauso ein Idiot wie ich! Schließlich hättest du nicht hingehen müssen!
Shiro hatte mich nicht als Dämon gesehen, er hatte lediglich von den anderen gehört wie ich ausgesehen hatte. Ich musste mich beherrschen! Shiro so zu sehen ging mir näher als alles andere und dann schien dieser Blödmann auch noch taffer zu sein als ich, obwohl er doch das Opfer war!
"Ich werde auf dich warten!"
Ich schwieg. Was sollte ich darauf antworten? Vielleicht würde ich nie wieder herkommen können...
"Wir sehen uns bestimmt wieder", erneut ärgerte ich mich über meine wortwahl und versuchte mich zu retten. „Ich meine… ich..“
"Kyle? Weißt du noch wie ich sagte, dass ich dem vertraue was ich sehe?"
Ich schaute ihn unsicher an und nickte… "Ja"
"Ich habe bemerkt, dass ich nicht meinen Augen, sondern meinem Gefühlen vertraut habe!
Und nun geh, denn sonst", seine stimme brach und ich nickte nur noch leicht und verschwand in der Dunkelheit.

Nicks Bruder öffnete für mich das Tor zu den anderen Welten, obwohl es ihm streng verboten war, doch er tat es mir und seinem Bruder zu liebe und so floh ich in dieser Nacht in eine andere Welt.
Ich fragte mich, ob ich jemals zurück kommen und Shiro und die anderen jemals wieder sehen würde.



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BeitragThema: Re: Kyles Story   Mo 19 Nov 2012, 21:15

Seit diesen Vorkommnissen und der Abreise von Kyle sind einige Jahre vergangen. Neun Jahre, um genau zu sein.
Vielleicht schreibe ich irgendwann ein Special, was in diesen Jahren passiert ist, doch einiges wird in den folgenden Kapiteln auch so erklärt.

Anders als zuvor werden die Kapitel in den Sichten von verschiedenen Personen sein.
Kyle ist zwar weiterhin die Hauptfigur, doch es werden noch weitere Charaktere hinzukommen, die ihm seine Hauptrolle evt. etwas streitig machen ;)






Neun Jahre Später – Shiros Sicht
Samstag, 13. Oktober 2012 09:00

Die Herbstvögel weckten mich an diesen Morgen durch ihr Gesang im Vorgarten. Anscheinend hatte sich das Unwetter der letzten Nacht gelegt. Ich streckte mich, setzte mich auf und schwenkte meinen kopf zum Fenster.
Es war mittlerweile hell draußen, und die Sonne schien zu scheinen. Ein herrlicher Herbstmorgen, dachte ich und stand auf.
"Guten Morgen Shiro!" Hörte ich Raidon zu mir herüber rufen.
Ich drehte mich in die Richtung aus der die Stimme kam und wünschte ihm ebenfalls einen guten Morgen.
"Wie kommt’s, das du schon wach bist, kleiner?"
Raidon hasste es, wenn ich ihn "kleiner" nannte, doch ich konnte einfach nicht anders, als ihn damit aufzuziehen.
"Nenn mich nicht immer so!", meckerte er, doch nahm es mit Humor, das merkte ich an seiner Stimme.
"Dass ich schon wach bin, verdanke ich diesen doofen Vögeln da draußen... Die zwitschern schon den ganzen Morgen."
Den missgelaunten unterton in dieser aussage überhörte ich bewusst. Ich stützte mich kurz an der Wand um mich zu orientieren und ging zum Kleiderschrank.
"Du solltest dir etwas Warmes anziehen, es klingt zwar wie Frühling, doch der schein trügt..."
"Ich weiß, wir haben schließlich Oktober… wobei ich doch noch auf ein paar wärmere Tage gehofft hatte..."

"Guten Morgen!" erklang eine fröhliche Stimme als ich aus meinem Zimmer heraus kam.
"Mijana?! Guten morgen!“, gab ich zurück.
Mijana war meine beste Freundin. Sie wohnte hier, mit mir, Raidon, ihrer Fee Melody und ihrer Katze Persia.
Unsere WG war nötig gewesen, damit ich wenigstens etwas auf eigenen Beinen stehen konnte. Ohne sie wäre ich aufgeschmissen gewesen, wobei sie klar davon überzeugt war, dass ich auch allein leben könnte, doch um ehrlich zu sein war es auch viel lustiger in einer WG zu leben, als allein.
"Ich muss gleich los, zur Arbeit, soll ich nachher noch irgendwas vom Marktplatz mitbringen?"
"Ich schüttelte den Kopf, mach dir keine Umstände, ich hab eh nichts zu tun, also kann ich auch selbst einkaufen gehen..."
"Wie oft soll ich dir denn noch sagen, dass es mir keine Umstände macht, ich bin doch eh am Markt... Aber gut wie du willst…. Bis später dann."
"Ja, bis später" …
Ich hörte noch wie sie die Tür hinter sich zuzog, und ging dann in die Küche um mir mein Frühstück zu machen.
"Und was machen wir heute? Es ist schließlich Wochenende!", hörte ich Raidon rufen. Er flog mir hinterher und wirbelte herum.
"Erstmal..."
"Erstmal??", hörte ich ihn, mir aufgeregt nachplappern.
"Erstmal will ich mein Buch zu Ende lesen"
"Waaas? Das ist nicht dein Ernst?! Es ist so ein schöner Tag und du willst ein Buch lesen?"
Solche Diskussionen hatten Raidon und ich stetig. Er wollte immer Action, doch nach einer langen Arbeitswoche war ich froh Samstag und Sonntag einfach zu relaxen.

Nachdem ich die Meisterklassen in diesem Jahr abgeschlossen hatte, bekam ich einen Job in einem kleinen Elektronikladen am Markt. Die Arbeit viel mir dank meines Elements nicht sonderlich schwer, doch den ganzen Tag zu arbeiten war doch anders als zur Schule zu gehen.
Mijana ging nur samstags arbeiten, im Eiscafee. In der Woche ging sie zur Schule, sie machte sie das zweite Meisterjahr.
Gegen Raidons willen setzte ich mich aufs Sofa und las das Buch, das Nick mir extra in Blindenschrift besorgt hatte.
Ich bemerkte wie Raidon nebenher rumzappelte und meinte mich für dumm verkaufen zu können.
"Kleiner! geh doch einfach raus, treff dich mit deinen Kumpels, du musst nicht hier sitzen und wache schieben, oder was auch immer..." Er schnaubte und schien über meine Aufforderung etwas pikiert zu sein. Ich wusste allerdings, dass es genau das war, was er eigentlich wollte.
"Gut, wie du willst“, meckerte er „dann gehe ich eben..!"
Wie ich will? ... Als ob... Ich hörte keine Tür zu fallen, doch ging davon aus dass Raidon durchs Fenster geflogen war.
Es verging einige Zeit, da hörte ich ein leichtes scheppern.
Ich schrak etwas zusammen und setzte mich auf. "Persia warst du das?“, doch die Katze lag neben mir auf dem Sofa und schnurrte.
„Raidon?!“
Ich bemerkte wie Persia aufhörte zu schnurren und vom Sofa sprang. Sie schien aufgeregt zu sein.
Es kam keine Antwort von Raidon, vielleicht hatte sich ein vogel oder ein anderes Tier durch das offene Fenster verirrt?
Ich spürte allerdings die Anwesenheit von Jemand oder etwas anderem.
"Wer ist da?" ich bekam Signale von den Elektronikgeräten aus der Küche.
Als ich mich jedoch der Küche näherte bemerkte ich eine entfernte Vertrautheit in der Aura des Eindringlings.
Erschrocken blieb ich im Türrahmen stehen.
"B..b..bi..bist du es wirklich??!!"




Das Wiedersehen – Kyles Sicht
Samstag, 13. Oktober 2012 12:00

Was hatte mich nur dazu gebracht hierher zurück zu kehren... Wieso hatte ich mich von diesen Kids so einlullen lassen… und was verdammt wollten diese Jadén von mir?
Sie hatten gesagt ich solle es mir überlegen. Und obwohl es scheinbar sehr wichtig für sie war, gingen sie nach dem Gespräch mit mir einfach wieder. Sie hatten gesagt sie vertrauen darauf dass ich käme... Wieso hatten sie so viel Vertrauen in mich, einen Dämon, gesetzt???
Diese jungen Jadén waren auf befehl von Madam Sekai in die Höhle des Löwen, in die Dämonenwelt gekommen… Doch wie hatten sie mich gefunden…
Und wieso bin ich ihnen tatsächlich gefolgt?
Ich hatte im Grunde keine Ahnung was ich hier sollte oder gar, was ich hier wollte… Vielleicht etwas Neugier… Doch an und für sich spürte ich eine tiefe Abneigung gegen diese Welt und die Jadén, und umso weniger verstand ich, was ich hier wollte.

Ich ging ein wenig durch die nicht vorhandenen Straßen. Diese Welt war so hell und leuchtend ich fragte mich wie ich es hier als Kind ausgehalten hatte.
Ich blieb vor einem Haus stehen. Eine Aura die mir in meinem tiefsten inneren bekannt war hatte mich hergebracht. Doch ich kannte dieses Haus nicht. Es war nicht sonderlich groß, recht kitschig mit Blumen an den Fenstern und die Blätter, die durch den Herbstwind von den Bäumen geweht wurden, waren feinsäuberlich zusammen gekehrt worden.
Meine Neugier ließ mich nicht lange zögern, und so beschwor ich mich in das innere dieses Hauses.
Ich kam in eine recht ordentliche, modern eingerichtete Küche und ein vertrauter Geruch nach Irgendeinem Kräuter auf dessen Namen ich nicht kam, stieg in meine Nase.
Es war lang her, dass ich in einer Küche stand, denn in der Dämonenwelt hatte ich bedienstete, die mir mein Essen kochten und servierten.
Ich hörte wie sich schritte näherten und beschloss hier stehen zu bleiben.
An dem Türrahmen blieb die Person stehen und schaute zu mir rüber.
Es war tatsächlich das Haus von diesem Jungen von damals, ich überlegte kurz… Shiro war sein Name.
Seine Selbstsicherheit herzukommen und die art wie er mich anschaute, ließen komplett vergessen, dass er blind war, und auf seine frage zuckte ich umso mehr zusammen, denn mir viel wieder ein, was dieser junge damals getan hatte.
"Ich weiß nicht? Wer sollte ich denn sein?"
Shiro ging näher zu mir herüber und legte seine Hände auf meine Schultern.
"Du hast dich sehr verändert... Aber du bist es wirklich!"
Plötzlich umarmte er mich. "Ich habe... Nie aufgehört daran zu zweifeln... Ich wusste du würdest wiederkommen!"
Ich ging einen schritt zurück, und schaute ihn irritiert an... Wieso sagte er sowas... Was wollte der überhaupt?
"Ich bin lediglich hergekommen, um zu hören was Madam Sekai von mir will… dass ich hier gelandet bin war wohl eher ein Zufall…“
"Ein Zufall??“, hörte ich den blonden flüstern. Er schüttelte den Kopf und fuhr fort „Was will sie denn?"
"Ich war noch nicht bei ihr, vielleicht sollte ich auch gar nicht hingehen, mich nervt es jetzt schon hier."
"Diese Kälte in deiner Stimme... Du hast dich wirklich sehr verändert..."
"Ts... Das liegt in meiner natur! Ich bin ein Dääämon! Im Grunde war ich schon immer so, ich habe mich früher wohl nur verstellt… hier hätte man mich sonst noch umgebracht oder sonst was… du bist doch das beste Beispiel dafür, zu was Menschen fähig sind… man sollte ihnen nicht so viel macht durch die Elemente geben… in der Dämonenwelt dagegen, dort hat mich nie Jemand zum narren gehalten... Ich frag mich was ich hier überhaupt will…"
Shiros Art hatte mich zu der Tatsache zurückgebracht, das Jadėn anders als ich dachten und diese Kälte in mir die er erwähnt hatte, hatte er nicht erwartet, im Gegenteil, sie war nicht einmal erwünscht. Doch so war ich nunmal...

"Du hättest ja nicht herkommen müssen... aber du bist es doch... und warum diese plötzliche Abneigung gegen Jadėn? Du wolltest früher doch selbst einer sein!
Wenn du hier nicht sein willst, nun Madam Sekai wird dich hier bestimmt nicht halten… dann geh doch zurück in deine Dämonenwelt…“
"was faselst du eigentlich für ein mist... Man könnte glatt meinen ich spreche mit nem kleinen Mädchen... und wie gesagt, ich hatte mich verstellt, denn anders hätte ich hier ja nicht bleiben können…"
Auf diesen Unfug wollte ich mich nicht weiter einlassen... Ich merkte wie es in mir loderte, und so verschwand ich durch einen Zauber aus dem Haus und ging in Richtung schule.
Ich sprang auf einem Hohen Baum auf einer Wiese vor der Schule.
Die Weltenreise war anstrengender gewesen als gedacht, und ich konnte gut eine Mütze schlaf gebrauchen. Meine Neugierde ließ mich hier bleiben um abzuwarten was Madam Sekái von mir wollte, doch die Alte konnte warten. Ich brauchte erstmal meinen Schlaf.

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BeitragThema: Re: Kyles Story   So 13 Jan 2013, 20:20

Weiber… ~ Kyles Sicht
Samstag, 13. Oktober 2012 15:30

Ich war gerade so schön eingenickt als ein nervtötendes Geträller anfing.
Ein Mädchen hatte sich an den Baum gelehnt und schrieb Irgendetwas in ein Heftchen während sie fröhlich und lautstark sang.
"Kleine! Verschwinde du nervst! Ich versuche zu schlafen!"
Das Mädchen schaute sich leicht verwirrt um und als sie mich auf dem Baum entdeckte schaute sie mich einen Augenblick lang eindringlich an. Ihre großen Augen kamen mir irgendwie bekannt vor, doch schließlich "kannte" ich hier ja so einige mehr oder minder.
Dann ließ das Mädchen allerdings ihren Blick von mir ab, schaute wieder in ihren Block und sang vergnügt weiter.
"Sag mal, hast du irgendwas mit den Ohren?"
Nun hörte sie auf zu singen.
Ich dankte den lieben Dämonenkönig dafür und legte mich wieder hin doch im selben Moment fing das Mädchen an, wesentlich lauter als zuvor, zu singen.
"La lala la la lala"
Ich sprang mit einem Satz vom Baum herunter und warf dem Mädel einen bitterbösen Blick zu.
Diese kicherte nur blöd und klappte dann ihren Block zu.
"Sag mal was soll der sch..?"
"Schon mal das Wort "bitte" gehört?“, fragte sie mit einer sanften und ruhig wirkenden Stimme. Der Rhetorik in dieser Frage schenkte sie keinen besonderen Klang, doch es war klar deutbar. „Tut mir leid wenn ich dich geweckt habe, aber wer mich so doof anmacht braucht nicht erwarten, dass ich gleich springe!" Dieses mal wirkte ihre stimme schärfer als zuvor.
"Hey Luna! Kommst du mit zum Eisessen?“, Rief ein weiteres Mädchen, das einige Meter weiter weg stand, herüber.
"Ja, ich komme, Momoko!", Rief die kleine die vor mir stand der anderen, in einem lieblichen Ton zu. Sie warf mir noch einen undeutbaren Blick zu, und weg war sie.
Genervt überlegte ich ob ich mich nun wieder hinlegen sollte, oder ob ich nun erstmal zu Madam Sekai gehen sollte.
Ich entschied mich für das letztere und so ging ich durch das große Schultor und beschwor mich dann direkt in Madam Sekáis Büro.
Diese schaute mich leicht erschrocken an, und ihre Kollegin Madam Naisho schimpfte weshalb ich nicht den normalen Weg gegangen war.
"Nun, lassen sie den jungen Mann und mich doch bitte unter vier Augen sprechen, Madam Naisho"
Die Frau mit den dunklen Haaren, die an einem Hausdrachen erinnerte verließ den Raum und Madam Sekai bat mich, mich hinzusetzen.
"Du bist also tatsächlich gekommen"
"Ja, hier bin ich und was wollen sie nun von mir?"
"Ich hatte meine Zweifel, schließlich sind viele Jahre vergangen aber es freut mich, dass du hier bist."
Sie umging meine Frage geschickt, doch fuhr dann fort.
"Warum bist du hier?"
Ich wunderte mich über diese Frage und warf ihr einen genervten Blick zu.
"Sie haben mich doch herbestellt, und erzählen sie mir nun nicht das hatte keinen Grund!"
"Ja, ich habe dich her bestellt, und es hat auch einen Grund, doch die Frage ist, wieso du hergekommen bist. Du hattest schließlich die Wahl ob du kommst oder nicht, wusstest und weißt gar nicht was ich will, und du hast dich dafür entschieden. Ich hatte wie gesagt meine Zweifel ob du kommen würdest, doch nun bist du hier."
Dieses psychologische Gerede nervte mich, doch aus irgendeinem Grund respektierte ich die alte Frau, vielleicht weil ich ihre Macht kannte, mit welcher sie mich mehr als einmal aufgehalten hatte.
"Ich denke.. Aus Neugier", antwortete ich also.
"Du denkst?"
"Ja verdammt! Nun sagen sie schon wieso sie mich herbestellt haben!"
"Nun denn, in den letzten Monaten ist so einiges passiert"
Madam Sekai erzählte mir von den jüngsten Geschehnissen, von Onyx, dem Krieg und dem Kampf gegen einem aus der Dämonenwelt stammenden Basilisken.
"Wir vermuten stark, dass Akuma, der Fädenzieher dieser Organisation sich in der Dämonenwelt aufhält. Diese Welt ist allerdings groß und gefährlich, und wir brauchen verbündete dieser Welt um ihn aufzuspüren. Ich habe da direkt an dich gedacht, und wie das Schicksal so spielte..." sie setzte eine kurze Pause ein, fuhr dann aber fort:
"Du bist noch immer ein Jadėnschüler, und dank eines Schülers, der lange Zeit in der Dämonenwelt lebte, konnten wir dich endlich ausfindig machen. Du musst wissen, nach deinem verschwinden haben wir dich in vielen Welten gesucht, auch in der Dämonenwelt. Ich wusste zwar, dass du die Entscheidung selbst getroffen hattest, doch ich wollte dich wissen lassen, dass du jederzeit hättest zurückkommen konntest.
Als sich mir dann die Gelegenheit bot, musste ich sie einfach nutzen! Das ist das Schicksal, das all unsere Welten zusammen hält."
Das Gelaber über Schicksal und den Kram kümmerte mich nicht wirklich. Mich nervte, dass Madam Sekai meine Hilfe wollte, obwohl deren Gegner ein Dämon war.
"Der wahre Feind war kein Dämon! Es war ein Jadė! Die ganze Onyx Organisation bestand aus Jadėn! Und ich bin mir sicher das hat auch die ältesten auf dem Boden der Tatsache zurückgeholt, dass es unter allen Völkern schwarze und weiße Schafe gibt." Fuhr die alte Frau fort.
"Gut und was müsste ich nun im Klartext tun?"
"Tja, die Sache ist die… Es sind neun Jahre ins Land gegangen, du hast dich verändert, ich hab mich verändert und alle anderen auch. Du bist noch immer Schüler des dritten Jahres, wenn man es genau nimmt, und als kleine Anforderung zu unser aller Sicherheit würde ich dich bitten die drei Meisterklassen zu machen.“
"Was zum? Nie im leben... Ganz ehrlich ich bin 21 ich geh doch jetzt nicht noch zur Schule erst recht nicht in eine klasse mit 17-18 jährigen!"
Madam Sekái ignorierte kalt was ich sagte und fuhr fort.
"Wenn du Jadėnmeister bist, hast du die Möglichkeit durch alle Welten zu reisen. Im Moment kannst du nur zwischen deiner und dieser Welt hin und her pendeln.
Außerdem erlangst du die vollwertige Kraft des Magie-Elements.
Ach und was dein Wohnplatz angeht habe ich auch bereits etwas für dich. Hinter dem Wald in der Villa ist ein Zimmer Frei, die Mietkosten würden wir natürlich für dich tragen.“
Freiwilliger Zwang oder wie nannte man das hier?
“Ich werde aber nicht zur schule gehen, das können Sie sich gleich wieder abschminken!“
"Du kannst es dir ja überlegen", lächelte die alte Frau, "Montag um 8:30 fängt sie an. Ach und ich habe Sensei Yagami gegenüber bereits erwähnt dass sie vielleicht einen neuen Schüler bekommen wird.".
Ich bekam noch die Schlüssel zu der Villa und wurde dann geradezu aus Madam Sekái Büro geschmissen. Hinterhältige alte Frau!
Ich hätte sie fressen können, doch aus angst daraufhin Magenbeschwerden zu bekommen ließ ich es sein und verließ das alte Schulgebäude.

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